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Dorf und Familie

ErlebnisBauernhof: 35.000 Euro für syrische Flüchtlinge

agrarheute/aiz
am
23.01.2015

Die Aussteller und Besucher des ErlebnisBauernhofes haben dieses Jahr 35.000 Euro für die Deutsche Welthungerhilfe gespendet. Das Geld kommt syrischen und irakischen Flüchtlingen zugute.

Ein syrisches Gericht mit dem Namen Maqlube kochte Renate Becker von der Welthungerhilfe heute auf der Bühne des ErlebnisBauernhofes. Hühnchen, Reis kleine Tomaten und ganz viele Gewürze. Gekocht wurde für die Besucher in Halle 3.2. Allerdings mit dem Bewusstsein, das gut zwölf Millionen Syrer hilfsbedürftig sind und froh über jede Portion Reis wären. Jeder zweite Syrer habe nicht genug zu essen und lebe in katastrophlen Verhältnissen, betont Renate Becker von der Deutschen Welthungerhilfe.

Vor kurzem sei sie aus dem Krisengebiet zurückgekommen und habe dort die Dankbarkeit der Flüchtlinge für die Hilfe aus Deutschland gespürt. Umso mehr freute sie sich über die 35.000 Euro, die der ErlebnisBauernhof der Deutschen Welthungerhilfe heute übergeben hat. Das Geld geht in diesem Jahr an syrische und irakische Flüchtlinge. Diese Summe sei die zweitgrößte Summe, die die Partner des ErlebnisBauernhofes gemeinsam mit den Verbrauchern bisher zusammengetragen hätten, erklärt der Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL) Dr. Anton Kraus. Mehr Geld wurde einzig im Jahr 2010 gesammelt, als der ErlebnisBauernhof aufgrund des schweren Erdbebens in Haiti zum ersten Mal zur Spende aufrief. "Damals wollten wir Verantwortung übernehmen". Für ihn sei die Aktion eine Herzensangelegenheit, betonte Kraus.

Welthungerhilfe bleibt vor Ort

Und wenn man über die Deutsche Welthungerhilfe spricht, muss man auch über den Deutschen Bauernverband (DBV) sprechen, denn der DBV ist eines der Gründungsmitglieder und seit der ersten Stunde dabei. Normalerweise gehe das gespendete Geld in ausgesuchte Projekte, erklärt der Presseprecher des DBV Dr. Michael Lohse. Aufgrund der schwierigen Situation in Syrien und der großen Flüchtlingsströme sei dieses Jahr alles ein bisschen anders und das Geld komme Flüchtlingen aus Syrien der Türkei und dem Nordirak zu Gute. Lohse betonte, dass der Bauernverband als Vorstandsmitglied wisse, wofür die Deutsche Welthungerhilfe das Geld verwende. "Die Deutsche Welthungerhilfe verschwindet nicht wieder, sondern bleibt vor Ort und hilft nachhaltig", sagte Lohse abschließend.

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