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Umwelt

ErlebnisBauernhof: Kleine eh da-Flächen ganz groß

von , am
22.01.2015

Auf dem ErlebnisBauernhof spielte heute das Thema Biodiversität eine ganz besondere Rolle. Und um diesem Thema gerecht zu werden, diskutierten drei Experten auf dem grünen Sofa über die sogenannten eh da-Flächen.

Eh da? Schon mal was darüber gehört? Der Name sagt eigentlich schon, worum es geht. Nämlich um Flächen, die sowieso vorhanden sind, also eh da sind. Straßenböschungen und Wegränder, Verkehrsinseln, Bahndämme, Geländestufen, Grasflächen oder krautige Saumstrukturen - das alles sind eh da-Flächen. Ziel ist es, diese Flächen ökologisch aufzuwerten, sodass Bestäuberinsekten wie Hummeln, Solitärbienen oder die Honigbiene mit ihren jeweils unterschiedlichen Ansprüchen Lebensräume und Nahrungsquellen finden, erklärt Kerstin Krohn von der Initiative Innovation & Naturhaushalt. Ihr liegen vor allem die Wildbienen am Herzen, denn im Gegensatz zur Honigbiene suchen sie ihre Nahrung in einem kleinen Umkreis von 100 bis 300 Metern.

High-Tech analysiert das Flächenpotenzial

Klaus Münchhoff, ist aktiver Landwirt in Derenburg im Landkreis Harz. Er hat im Rahmen des Projektes "eh-da" kleine Flächen zur Verfügung gestellt und übernimmt auch die Bearbeitung. Ein interessantes Projekt stellt auch Klaus Ulrich, vom Institut für Agrarökologie/ RLP AgroScience vor. Die Wissenschaftler seines Institutes sind dabei die ökologischen Entwicklungspotenziale auf den eh-da Flächen aufzuzeigen. Mithilfe von Geodatensystemen in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Brandenburg werden in Betracht kommende Flächen erfasst. Die ökologische Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung verschiedener Standortparameter wie Hangneigung, Bedeckungsgrad und Beschattung. Um die biologische Vielfalt zu ermitteln, wurden durch Kescherfang vor Ort blütenbestäubende Insekten und andere Nützlinge erfasst.

ErlebnisChek: Biodiversität - Vielfalt von Pflanzen und Tier

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