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Wirtschaft

Ermittlungen gegen 'Wurstkartell' dauern an

AgE
am
23.09.2013

Bei den Vorwürfen zur Preisabsprache unter den Wurstherstellern kann vorerst noch nicht mit Ergebnissen gerechnet werden. Nach Auskunft des Bundeskartellamts werden die Ermittlungen noch eine Weile dauern.

Bis zur vollständigen Aufklärung der unzulässigen Preisabsprachen unter Wurstherstellern könnte es nach Einschätzung des Bundeskartellamts noch dauern. Wie das Bundeskartellamt in der vorletzten Woche gegenüber dem Presse- und Informationsdienst AGRA-EUROPE erklärte, sind die Ermittlungen derzeit noch im vollen Gange, so dass bis zur endgültigen Aufklärung voraussichtlich noch "einige Zeit" vergehen dürfte.

Großteil der bekannten Anbieter mit beteiligt

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte zuvor berichtet, dass durch das Kartellamt gegen 24 Wursthersteller wegen des Vorwurfs der verbraucherschädigenden Preisabsprache ermittelt werde. Bei den betroffenen Unternehmen soll es sich um den Großteil der bekannten Anbieter handeln.
 
Laut Spiegel hatte das Kartellverfahren bereits 2009 nach einer anonymen Anzeige gegen die Firma Heinrich Nölke begonnen, die ihre Waren unter anderem unter der Marke "Gutfried" vertreibt. Im Zuge der Untersuchungen wurde der Kreis der verdächtigen Wurstfabrikanten zunächst auf 19 und bis heute auf 24 erweitert.

Dr. Wolfgang Ingold warnt vor voreiliger Verurteilung

Nun sollen für die ersten Firmen Bußgelder verhängt werden. In verschiedenen Medienberichten ist die Rede von einer dreistelligen Millionensumme, die in dem gesamten Verfahren fällig werden könnte. Nach Einschätzung des Präsidenten vom Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie (BVDF), Dr. Wolfgang Ingold , könnten die Bußgelder zumindest für einige Firmen existenzbedrohend sein. Er warnte zudem vor zu schnellen Verurteilungen: Noch seien nicht alle Vorwürfe zweifelsfrei belegt.
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