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Ernährung und Gesundheit

Ermittlungen im Pferdefleischskandal eingestellt

pd
am
15.07.2013

Oldenburg - Rechtlich gesehen scheint der Skandal um nicht gekennzeichnetes Pferdefleisch beendet. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat die Akten geschlossen.

Wie die "Neue Presse" auf ihrer Internetseite berichtet schließe die Staatsanwaltschaft Oldenburg im Skandal um nicht gekennzeichnetes Pferdefleisch die Akten - die Ermittlungen werden eingestellt. Zwei der drei Verfahren gegen Unternehmen seien bereits beendet worden, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Freitag.
 
 
 
 
 
 
Die Unternehmen seien nur Zwischenhändler gewesen und hätten von der falschen Kennzeichnung nichts gewusst, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft, Roland Herrmann. Auch im dritten Fall würden die Akten geschlossen, weil keine Absicht nachzuweisen sei.

Unternehmen geht gegen Lieferanten aus Polen vor

Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" am 11. Juli schreibt habe Oberstaatsanwalt Roland Herrmann erklärte, dass es sich bei den Unternehmen um Zwischenhändler gehandelt, die die falsch deklarierte Ware von Drittfirmen erhalten haben. Den Beschuldigten sei nicht nachzuweisen gewesen, dass sie von dem Pferdefleisch gewusst haben.
Weiter heißt es, dass das Unternehmen Vossko aus Ostbevern in Nordrhein-Westfalen juristisch gegen einen Fleischlieferanten aus Polen vorgehen werde. Auch in Vossko-Produkten war Pferdefleisch nachgewiesen worden. Nach Auskunft der Firma aus dem Kreis Warendorf sei mithilfe von DNA-Proben nachgewiesen worden, dass eine Rindfleischlieferung des Partnerunternehmens falsch deklariert gewesen sei. "Wir gehen von einer bewussten oder grob fahrlässigen Beimischung aus", erklärte ein Vossko-Sprecher, gegenüber der Zeitung.  Als Konsequenz werde in seinem Unternehmen weiterhin jede Fleischlieferung per DNA-Probe untersucht.
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