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Wirtschaft

Ernährungsindustrie mit leichtem Umsatzrückgang

pd
am
28.03.2014

Berlin - Die Ernährungsindustrie erwirtschaftete im Januar 2014 einen Umsatz von 14,0 Milliarden Euro. Damit ging der Branchenumsatz um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück.

Preisbereinigt lag der Rückgang bei 1,8 Prozent (%), wie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) gestern in Berlin mitteilte. Mit ausschlaggebend für die mäßige Umsatzentwicklung im Januar 2014 sei das schwächelnde Exportgeschäft gewesen. Die Lebensmittelexporte sanken im Vorjahresvergleich um -1,1% auf 4,4 Mrd. Euro. Auch die Lebensmittelproduktion ging im Januar zurück, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank um -3,1%.
 
Die Lage an den Agrarrohstoffmärkten zeigte sich laut BVE im Februar 2014 erneut angespannt. Der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel stieg im Vergleich zum Vormonat um +8,0%. Das Preisniveau bleibt hoch. Aus ernte- und witterungsbedingten Angebotsveränderungen folgen in Teilbranchen schwer auszugleichende Preisschwankungen. Steigende Produktionskosten drücken laut BVE immer mehr auf die Erträge der Lebensmittelhersteller.

Stimmung zuversich´tlich

Die Stimmungslage der Unternehmen der Ernährungsindustrie ist zuversichtlich. Laut ifo-Geschäftsklimaindex März 2014 fiel das Geschäftsklima zwar moderater als im Vormonat aber weiterhin mehrheitlich positiv aus. Besonders die Geschäftserwartungen haben sich verbessert. Im Inland erhalte der Lebensmittelumsatz positive Impulse durch ein stabiles Konsumklima, eine hohe Kauflaune und den sinkenden Inflationsdruck.

Lebensmittelpreise konstant

Die allgemeinen Lebenshaltungskosten und Lebensmittelpreise blieben im Februar 2014 gegenüber dem Vormonat konstant, im Vorjahresvergleich stiegen sie um +1,2 % beziehungsweise +3,1 %. Die Verbraucherpreisentwicklung bleibt moderat, spiegelt mittelfristig jedoch steigende Kosten in der Lebensmittelproduktion wider.
 
Die Ernährungsindustrie ist mit 557.000 Beschäftigten der viertgrößte Industriezweig Deutschlands. Die Exportquote beträgt laut BVE 30 Prozent. 
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