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Wirtschaft

Ernährungsindustrie: Umsatzrückgang beim Export

pd
am
04.06.2014

Berlin - Die Lebensmittelhersteller in Deutschland haben den Branchenumsatz im März 2014 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro gesteigert.

Im Februar lag der Umsatz der deutschen Ernährungsindustrie bei 13,4 Milliarden Euro. Das Wachstum von +0,5 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet nach Angaben der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) eine insgesamt stabile Umsatzentwicklung für die Branche. Aufgrund abnehmender Verkaufspreissteigerungen stagnierte der Branchenumsatz auch real bei -0,2 %.
 
Im für das Branchenwachstum wichtigen Exportgeschäft blieben neue Impulse im März 2014 laut BVE weiterhin aus. Im Vorjahresvergleich sanken die Lebensmittelexporte um -5,5 % auf 4,2 Milliarden. Euro. Die Produktionsleistung blieb nahezu stabil, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank nach Zugewinnen im Vormonat im März nur um -0,6 %.
 
Die Anspannung an den Agrarrohstoffmärkten habe sich sich im April 2014 fortgesetzt, so die BVE weiter. Der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel stieg im Vergleich zum Vormonat um +2,8 %. Das Preisniveau bleibt hoch. Ernte- und witterungsbedingte Angebotsveränderungen sowie eine steigende Nachfrage führten in Teilbranchen zu schwer auszugleichenden Preisschwankungen.

Stimmungslage verbessert

Die Stimmungslage bei den Lebensmittelherstellern habe sich laut ifo-Geschäftsklimaindex Mai 2014 wieder verbessert. Die Unternehmen der Ernährungsindustrie schätzten besonders ihre aktuelle Geschäftslage und die Produktion besser ein als noch im Vorjahr. Auch die Erwartungen an das Exportgeschäft bleiben hoch. Deutlich besorgter als noch im Vorjahr zeige sich die Branche jedoch hinsichtlich ihrer Ertragslage. Steigende Produktionskosten drückten immer weiter auf die Erträge der Lebensmittelhersteller.
 
Das stabile und positive Konsumklima, ein gestärkter Konjunkturoptimismus und eine gedämpfte Teuerung am deutschen Markt stützen auch die Kauflaune bei Lebensmitteln, heißt es von Seiten der BVE. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten sanken im April 2014 gegenüber dem Vormonat um -0,2 %, die Lebensmittelpreise um -0,4 %. Im Vorjahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um +1,3 %, die Preise für Lebensmittel um +1,5 %.
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