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Coronakrise

Erntehelfer-Blog (Teil 1): Städter Timo sucht Ernte-Betrieb

jaworr
am Freitag, 03.04.2020 - 07:00 (Jetzt kommentieren)

Fotograf Timo hat derzeit keine Aufträge. Er möchte als Erntehelfer anheuern. Doch einen Betrieb zu finden ist gar nicht so leicht. Regelmäßig wird er auf agrarheute von seinen ersten Erfahrungen als Saisonarbeiter berichten.

Viele Selbstständige haben derzeit wegen Corona leere Auftragsbücher. So geht es auch dem Fotografen Timo Jaworr aus Hannover. Er möchte nicht zuhause Däumchen drehen und hat sich folgendes überlegt:

Da ich als Fotograf für agrarheute, und andere Auftraggeber aus der Grünen Branche tätig bin, habe ich vom Portal daslandhilft.de erfahren, durch das Erntehelfer vermittelt werden. Ich fand es von Anfang an eine tolle Idee, dass Menschen wie ich, die eigentlich nichts mit Landwirtschaft zu tun haben und derzeit ihren Beruf nicht ausüben können, Landwirte bei ihrer Arbeit unterstützen. Wie wertvoll die Arbeit der Bauern für die Versorgung ist, konnte ich in den letzten Jahren immer wieder bei Fotoshootings auf Bauernhöfen feststellen. Beeindruckt hat mich auch das Engagement und die Innovativität der Landwirte des Jahres, die ich fotografisch für den CeresAward porträtiert habe.

Ich habe mich also entschlossen, meine Kamera gegen Arbeitsklamotten zu tauschen und einen Landwirt in meiner Region bei der Ernte zu unterstützen.

Die Suche nach einem Betrieb

Die ersten Schritte auf diesem Weg gestalten sich allerdings etwas holprig. Auf dem Vermittlungsportal daslandhilft.de fand ich zuerst keinen Betrieb in meiner Umgebung. Ein paar Tage später werde ich doch fündig und rufe die angegebene Telefonnummer an. Anrufbeantworter. Der Rückruf kommt ein paar Tage später. Die freundliche Frau am Telefon möchte aber nicht, dass ich über die Arbeit auf dem Betrieb medial auf agrarheute berichte. Kann ich natürlich verstehen. Das zweite Gesuch stellt sich eine Arbeitsvermittlungsfirma heraus. Auch hier wird schnell klar, dass die Kombination Feldarbeit und Berichterstattung nicht gewünscht ist.

Versuch Nummero drei ist ein kleiner Familienbetrieb mit Direktvermarktung. Hier kommt mein Angebot gut an. Es sei ja wichtig das Thema publik zu machen, findet die Frau am Telefon. Es gebe zwar viele Interessenten, sagt sie, aber die wollen nur für ein paar Wochen lang aushelfen. Sie sucht jemanden für den gesamten Erntezeitraum bis Mitte oder Ende Juni. Das kommt für mich leider auch nicht in Frage. Denn ich hoffe, dass ich im Mai oder Juni wieder mehr Foto-Aufträge bekomme. Wieder nichts mit meinem Job als Erntehelfer. Aber ich gebe nicht so schnell auf. Die Suche geht erst einmal weiter…

Wenn Sie einen Betrieb im Raum Hannover haben und Timo als Erntehelfer beschäftigen möchten, melden Sie sich gerne unter redaktion@agrarheute.de

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