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Todesursache klar

Erschossener Wolf: Spektakuläre Wende durch Obduktion

Ein toter Wolf auf einem Obduktionstisch in einem Labor
am Freitag, 25.11.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

In Niedersachsen hat man im Oktober einen toten Wolf gefunden. Man vermutete, dass er illegal erschossen worden war. Nun ergab die Obduktion eine überraschende Wende.

Wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) unter Berufung auf das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz berichtet, gibt es in dem Fall um einen mutmaßlich illegal erschossenen Wolf in Beverstedt-Stubben eine spektakuläre Wende.

Denn nun ist das Obduktionsergebnis des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) da. Und das hat eine ganz andere Todesursache herausgefunden.

Toter Wolf: Verletzungen durch Schusswaffe vermutet

Mitte Oktober entdeckte ein Spaziergänger an einem Feldweg im Waldstück in Beverstedt-Stubben im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen einen toten Wolf, wie agrarheute.com berichtete. Das Tier wies Verletzungen auf, die wohl von einer Schusswaffe stammten. Der Wolf war also erschossen worden, so die Vermutung damals.

Nun ergab die Obduktion: Das Tier ist an Bisswunden gestorben, meldet das niedersächsische Umweltministerium.

Bisswunden als Todesursache: Wolf von anderem Wolf getötet

Es sei möglich, dass der 30 Kilogramm schwere Rüde von einem anderen Wolf getötet worden ist, so das Ministerium. Dieses Szenario sei zwar nicht klar nachweisbar, aber eher wahrscheinlich, als eine Attacke etwa durch einen Hund.

Dem NDR gegenüber erklärt der Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen, dass es nicht außergewöhnlich sei, dass sich Wölfe gegenseitig töten - beispielsweise bei Konkurrenzkämpfen um ein Revier.

Mit Material von NDR, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

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