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Dorf und Familie

'Mit Erzeugern spielt man nicht, Minister Habeck'!

am Freitag, 13.02.2015 - 12:30 (Jetzt kommentieren)

Joachim Becker ist Landwirt aus Leidenschaft. In einem Schreiben an den grünen Minister Robert Habeck in Schleswig Holstein, macht er seinem Ärger über Habecks Politik und seine Einstellung zur Landwirtschaft Luft.

Joachim Becker ist Bauer aus Westermühlen in Schleswig Holstein und nutzt die sozialen Medien, um seinem Ärger übert die grüne Politik Luft zu machen.  Über Facebook wendet er sich mit Fragen und Statements an den Minister für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Dr. Robert Habeck in Schleswig Holstein. Landwirt Becker ärgert sich vor allem über das verzerrte Bild, was die Politik von der Landwirtschaft hat. Im Wortlaut heißt es es zum Beispiel: "Wenn man Ihre Politik verfolgt, dann kommt einem der Verdacht: Als Bauer hat man keine Ahnung von Bäumen - vom Knick erst recht nicht", schreibt Becker auf der Facebookseite des Bauernverbandes Schleswig Holstein.

Becker ist wütend über das verzerrte Bild der Landwirtschaft

Stalleinbrüche würden bagatellisiert und medial hofiert. Zweifelhafte Aussagen würden dann sogar von Ministern gebetsmühlenartig öffentlich wiederholt: "Als Bauer stehe ich morgens auf, um meine Tiere zu quälen - ein Grundbedürfnis eines jeden Landwirts. Anschließend vergifte ich die Tiere ganz langsam mit dem Futter, das ich ihnen gebe, danach lauge ich den geschändeten Boden aus und vergifte das Grundwasser mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln. Anschließend gönne ich mir ein Bad im Geldspeicher à la Dagobert Duck, den Zahlungen aus Brüssel sei Dank." spürbar getroffen ist Landwirt Becker von dem verzerrten Bild. Aber aus seinem Schreiben liest man nicht nur Enttäuschung und Wut heraus, sondern auch konkrete Vorschläge.

Becker fordert mehr Geld für die Züchtung

So hat Landwirt Becker, eigentlich im Sinne Habecks, mit seinem Erbensanbau einheimische Eiweißfuttermittel angebaut. Allerdings werde er das nicht weiter tun, weil die alten Sorten zu anfällig seien. "Warum werden die kleinen Saatgutunternehmen in Schleswig-Holstein nicht gefördert, wenn es so wichtig ist? Noch werden dort aus Idealismus Leguminosen in kleinem Umfang gezüchtet und zum Beispiel von den Rapseinnahmen gesponsert. Oder die Heinrich Böll-Stiftung könnte ihre politische Schmollecke verlassen und selber gesunde und stabile Sorten mit einem guten Aminosäurenmuster züchten, die dann ohne Lizenzgebühr nachgebaut werden können, was auch Ökobetrieben zu Gute kommt", fordert Landwirt Becker.
"Mit Lebensmitteln spielt man nicht und mit deren Erzeugern ebenso wenig" lauten Beckers Schlusssatz.

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