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Wirtschaft

Erzeugerpreise: Butter knapp 47 Prozent teurer

Eva Ziegler/agrarheute
am
20.08.2013

Wiesbaden - Die Erzeugerpreise sind im Juli leicht (0,5 Prozent) gestiegen. Milchprodukte kosteten rundweg mehr, allerdings sind auch die Mischfutterpreise weiter gestiegen.

Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte lagen im Juli um 0,5 Prozent (%) über denen des Vorjahres. Im Vergleich zum Vormonat sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) die Erzeugerpreise um 0,1 Prozent gesunken.
 
Dabei standen einem deutlichen Plus bei den Verbrauchsgütern niedrigere Preise für Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) gegenüber.

Futtermittel im Jahresvergleich teurer

Die Verbrauchsgüter waren im Juli 2,9 Prozent teurer als im Vorjahr, im Vergleich zum Vormonat stieg deren Preis um 0,3 Prozent. Nahrungsmittel kosteten im Jahresvergleich 4,1 % mehr (+ 0,2 % gegenüber Juni 2013).
 
Besonders stark stiegen die Preise für Butter. Sie kostete 46,9 % mehr als ein Jahr zuvor, gegenüber dem Vormonat lag der Preisanstieg bei 1,7 %. Für Milch musste 19,2 % mehr bezahlt werden als im Juli 2012, für Käse und Quark 6,5 %.
Der Preis für verarbeitete Kartoffeln ist im Jahresvergleich um 8,9 % gestiegen.
 
Vorleistungsgüter waren im Juli um ein Prozent billiger als im Juli 2012. Gegenüber dem Vormonat Juni sanken die Preise um 0,4 %. Futtermittel sind diesem Trend allerdings nicht gefolgt: Der Futtermittelpreis (Nutztiere) ist im Vorjahresvergleich um 2,1 Prozent gestiegen. 

Energiepreise steigen moderat

Die Energiepreise lagen im Durchschnitt um 0,5 % höher als im Juli 2012, gegenüber dem Vormonat stiegen sie um 0,1 %.
 
Bei den einzelnen Energieträgern war die Preisentwicklung unterschiedlich: Mineralölerzeugnisse waren 1,2 % günstiger als im Juli 2012, elektrischer Strom war hingegen 1,6 % teurer. 
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