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Wirtschaft

Erzeugerpreise: Fleisch rund 5 Prozent unter dem Vorjahr

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
21.03.2014

Wiesbaden - Die Erzeugerpreise sind im Februar um 0,9 Prozent gesunken. Milchprodukte sind immer noch teils deutlich teurer als im Vorjahreszeitraum, Fleisch hingegen ist rund fünf Prozent billiger.

Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte lagen im Februar um 0,9 Prozent (%) unter jenen vom Februar 2013. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, blieben die Erzeugerpreise gegenüber Januar 2014 unverändert.
 
Hauptausschlaggebend für die Änderung gegenüber dem Vorjahr sei die Preisentwicklung bei Energie gewesen. Hier lagen die Preise im Februar um 2,6 % unter denen vom Februar 2013. Die Erzeugerpreise ohne Berücksichtigung von Energie lagen um 0,3 % niedriger als im Februar 2013 (unverändert gegenüber Januar 2014).
Des Weiteren standen einem Plus bei den Verbrauchsgütern von 1,3 Prozent, niedrigere Preise für Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) gegenüber (-1,9 %).

Butter knapp 16 Prozent über Vorjahrespreis

Die Verbrauchsgüter waren im Februar um 1,3 Prozent teurer als im Vorjahr, im Vergleich zum Vormonat stieg der Preis um 0,1 Prozent. Nahrungsmittel kosteten im Jahresvergleich 1,0 % mehr (unverändert gegenüber Januar 2014).
 
Besonders stark stiegen die Preise für Butter. Sie kostete 15,8 % mehr als ein Jahr zuvor, gegenüber dem Vormonat sank der Preis jedoch um 4,0 %. Für Milch musste 12,0 % mehr bezahlt werden als im Februar 2013, für Käse und Quark 15,3 %.
 
Verarbeitete Kartoffeln kosteten 6,7 % mehr als im Februar 2013. Fleisch (ohne Geflügel) war 4,9 % billiger als im Vorjahr, wobei der Preis für Rindfleisch um 5,9 %, Schweinefleisch um 4,5 % zurückging. Zucker kostete 8,0 % weniger.
Vorleistungsgüter waren im Februar um 1,9 Prozent billiger als im Februar 2013. Gegenüber dem Vormonat Januar 2014 sanken die Preise geringfügig um 0,1 %. Futtermittel für Nutztiere sowie Düngemittel und Stickstoffverbindungen kosteten 11,0 Prozent weniger als im Februar 2013. Gegenüber dem Januar zeigt die Tendenz allerdings wieder nach oben (Futtermittel +0,4 %).

Sinkende Energiepreise Hauptursache

Im Jahresvergleich hatte die Preisentwicklung bei Energie mit einem Minus von 2,6 % gegenüber Februar 2013 den höchsten Einfluss auf die Entwicklung des Gesamtindex. Im Vergleich zum Januar 2014 sanken die Preise für Energie um 0,2 %.
Bei den einzelnen Energieträgern waren Mineralölerzeugnisse 6,6 % günstiger als im Februar 2013, elektrischer Strom um 2,1 %.

Video: Marktreport: Erzeuger- und Betriebsmittelpreise im Vergleich (20. März)

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