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Ernährung und Gesundheit

Etikettenschwindel: Rückrufe eingeleitet

pd
am
13.04.2013

In Niedersachsen und Schleswig-Holstein laufen die Kontrollen auf den Betrieben, die mit falsch deklariertem Fleisch aus den Niederlanden beliefert wurden. Erste Rückrufe wurden eingeleitet.

Am Freitag haben die Lebensmittelkontrolleure damit begonnen, die zwölf niedersächsischen Betriebe zu kontrollieren, die möglicherweise Lieferungen von Rindfleisch mit beigemengten, nicht deklarierten Anteilen von Pferdefleisch von einem Betrieb in den Niederlanden erhalten haben. In den drei Betrieben in Schleswig-Holstein liegen bereits Ergebnisse der Untersuchung vor.
 
 
 
 
 

Die meisten Produkte sind nicht mehr im Umlauf

Die  behördlichen Ermittlungen haben ergeben, dass es sich bei den belieferten Betrieben in Niedersachsen um Zerlegungs- und Verarbeitungsbetriebe sowie Handelsunternehmen handelt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt konnten in keinem der betroffenen Betriebe Restbestände der aus den Niederlanden gelieferten Ware gefunden werden. Bei den meisten der aus den Lieferungen gefertigten Produkte haben die Ermittlungen ergeben, dass sie sich nicht mehr im Verkehr befinden, bzw. das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) zwischenzeitlich abgelaufen ist. Ein Abgleich der Erkenntnisse hat außerdem ergeben, dass ein Teil der betroffenen Produkte bereits in das Pferdefleisch-Geschehen im Februar/März involviert war und bereits aus dem Verkehr genommen worden ist.

Rückrufe wurden eingeleitet

Für hergestellte Produkte, deren MHD noch nicht abgelaufen ist, wurde umgehend der Rückruf eingeleitet. Parallel wurden im Rahmen von Eigenkontrollen Proben genommen. Mit Ergebnissen ist in der kommenden Woche zu rechnen. Betroffen sind nach derzeitigem Kenntnisstand Corned Beef in Dosen sowie Suppen und Soßen. Da die Ermittlungen hierzu derzeit noch laufen, ist es zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, Produkte zu benennen. Sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind und die Untersuchungsergebnisse vorliegen, wird das ML entsprechend informieren.

Schleswig-Holstein: Keine Ware mehr auffindbar

Die Ermittlungen bei den drei Betrieben in Schleswig-Holstein, die laut der Mitteilung des Europäischen Schnellwarnsystems möglicherweise nicht deklariertes Pferdefleisch bezogen haben, haben zu folgenden Ergebnissen geführt: Lediglich ein Betrieb in Schleswig-Holstein hat Fleisch aus dem niederländischen Betrieb erhalten. Es handelte sich um eine Lieferung von Rindfleischteilstücken im Februar 2012. Die Ware wurde nicht verarbeitet, sondern als Teilstücke weiterverkauft. In dem Betrieb ist keine Ware mehr vorhanden. Aufgrund des Lieferzeitpunktes Februar 2012 kann davon ausgegangen werden, dass auch in den belieferten Betrieben nichts mehr vorhanden ist.
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