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Politik EU

EU-Agrarkommissar: Ciolos bekommt Konkurrenz um Posten

von , am
07.07.2014

Das Personalkarussell in Brüssel dreht sich. Jean Claude Juncker dürfte neuer EU-Kommissionspräsident werden. Der Luxemburger hat bereits Vorgespräche über die kommenden Kommissare aufgenommen.

Dacian Ciolos bekommt Konkurrenz aus Spanien und Italien um den Posten des EU-Agrarkommissars. © EbS
Im Brüsseler Personalkarussell sind mit dem Luxemburger Jean Claude Juncker als kommendem EU-Kommissionspräsidenten die ersten Weichen gestellt worden. Seine Bestätigung durch das EU-Parlament (EP) Mitte Juli gilt sicher. Zudem darf Spitzenkandidat Martin Schultz (SPD) weitere zweieinhalb Jahre Präsident des EP bleiben, berichtet der AIZ. Nach den Informationen habe Juncker erste Gespräche mit den EU-Mitgliedstaaten über die kommenden EU-Kommissare aufgenommen.
 
Für das Agrarressort wird weiterhin Amtsinhaber Dacian Ciolos gehandelt, allerdings gibt es auch Mitbewerber wie aus Italien und Spanien.

Auch Spanien und Italien wollen das EU-Agrarressort

Ciolos wurde von Rumänien offiziell als Kandidat benannt. Zudem wurde der Wunsch auf das bedeutende EU-Agrarressort von Bukarest bekräftigt. Seine Aussichten auf die Fortführung der Amtsgeschäfte hängen aber nicht nur von seinen Mitbewerbern ab. Ciolos könnte es zum Verhängnis werden, falls der designierte Kommissionspräsident Juncker auf einen Wechsel der Kommissare oder der Ressortbesetzung besteht. Sein Vorgänger Barroso hatte zu Beginn seiner zweiten Amtszeit zumindest auf einen Wechsel der Aufgabengebiete bestanden.

Als Mitbewerber will Spanien seinen Ex-Landwirtschaftsminister Miguel Arias Canete ins Rennen schicken. Madrid hat sich noch nicht für ein Ressort entschieden, etwas mit Wirtschaft soll es sein, womit neben der Landwirtschaft auch die Kommissare für Handel, Wettbewerb oder den EU-Binnenmarkt in Frage kommen.
 
Um den Italiener Paolo De Castro als Kandidaten für das Agrarressort ist es in Brüssel inzwischen ruhiger geworden. Aber wenn Italien nicht den angestrebten Posten für den Außenbeauftragten der EU bekommt, werden De Castro durchaus noch Chancen eingeräumt.

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