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Politik EU

EU-Agrarrat: Mehr Geld für die Absatzförderung

© Council of the European Union
von , am
14.10.2014

Luxemburg - Der EU-Agrarrat hat am Montag die Reform der EU-Absatzförderung beschlossen. Künftig steht Erzeugerorganisationen und Produzenten mehr Geld für den Drittlandsexport zur Verfügung.

Der EU-Agrarrat hat am Montag die Reform der EU-Absatzförderung beschlossen. © EbS
Der EU-Agrarrat nahm am Montag die Verordnung über die Absatzförderung für Agrarerzeugnisse im Binnenmarkt und in Drittländern nach einer Einigung in erster Lesung mit dem Europäischen Parlament an. Das Vereinigte Königreich, die Niederlande und die schwedische Delegation stimmten gegen die Verordnung.
 
Die Regelung erneuert den rechtlichen Rahmen für die Förderung der europäischen Agrarerzeugnisse im Binnenmarkt und in Drittländern. Da die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 1. Januar 2015 Landwirte auch unterstützen soll sich selbst zu organisieren, wird die neue Regelung zur Absatzförderung auch für diese Erzeugerorganisationen geöffnet. Die Verordnung sieht ferner unter bestimmten Bedingungen auch neue Chancen für die Förderung bei der Erwähnung von Produktherkunft oder Markennamen vor.

Mittel für Absatzförderung werden aufgestockt

Von 61,5 Millionen (Mio.) Euro im Haushaltsplan 2013 steigen die Mittel für die Absatzförderung auf 200 Mio. Euro in 2020. Darüber hinaus wurde die Verwaltung der Programme erleichtert, und die Unterstützung für die Absatzförderung in Drittländer erhöht. In diesem Zusammenhang sieht die Verordnung auch den Austausch von Informationen über Absatzförderungsmaßnahmen oder best practices um damit Know-how zu entwickeln.
 
Eine politische Einigung über die Verordnung wurde bereits im April dieses Jahres im Rahmen des griechischen Präsidentschaft zwischen dem Rat, dem Europäischen Parlament und der Kommission erreicht.

EU-Anteil an Programmen wird aufgestockt

Die Mitgliedstaaten und das Europaparlament haben den EU-Anteil aufgestockt, wodurch 70 Prozent für die Absatzförderungsmaßnahmen zukünftig aus dem EU-Haushalt kommen sollen. Bei Mehrländerprogrammen sind es sogar 80 Prozent. Nur so könnten auch kleinere und mittlere Unternehmen die Restfinanzierung tragen, argumentierten die EU-Mitgliedsländer im Frühjahr. Das Bewerben einer Marke ist zukünftig möglich, wenn auch private Marken nicht im Mittelpunkt der Maßnahmen stehen sollen.
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