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Wirtschaft

EU-Bauern klagen gegen deutsche 'Initiative Tierwohl'

Externer Autor
am
12.02.2015

Niederländische und dänische Schweinehalter fühlen sich hinsichtlich der deutschen '"Initiative Tierwohl" diskriminiert. Sie haben bei der EU-Kommission Beschwerde eingereicht, da sie von der Teilnahme ausgeschlossen sind.

Der Förderfonds der deutschen "Initiative Tierwohl" steht laut Teilnahmebedingungen vorläufig nur schweinehaltenden Betrieben aus Deutschland offen. In der seit Januar 2015 laufenden Testphase sind ausländische Produzenten ausgeschlossen. Die Verbände der niederländischen und dänischen Schweinehalter würden sich gerne ebenfalls an dem von der Branche organisierten und finanzierten Fonds zur Förderung einer tiergerechten und nachhaltigen Fleischerzeugung beteiligen.
 
Sie sehen im Ausschluss eine Diskriminierung ausländischer Produzenten, wie sie in einer gemeinsamen Mitteilung an die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager schreiben. Sie verlangen von der EU-Wettbewerbskommissarin ein Eingreifen.

Deutsches Kartellamt lehnte Klage ab

Zuvor hatten die zwei Verbände bereits beim deutschen Kartellamt erfolglos geklagt. Dieser hatte lediglich festgehalten, dass ausländische Produzenten langfristig nicht ausgeschlossen werden können.
 
In der "Initiative Tierwohl" zahlen Teilnehmer des Lebensmitteleinzelhandels 4 Cent pro Kilo Fleisch in einen Fonds ein. Produzenten können sich anmelden und aus dem Fonds Tierwohl-Beiträge erhalten. Der Tierwohl-Bonus beträgt in einer ersten Phase zwischen 3 und 9 Euro pro Tier.
 
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