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Wirtschaft

EU beklagt zuviel Protektionismus

aiz
am
03.09.2013

Brüssel - Die BRIC-Staaten behindern den freien Handel, beklagt die EU-Kommission in einem Bericht. Unter anderem geht es um höhere Zölle und den Zwang zur Verwendung inländischer Angebote.

Die EU beklagt in ihrem zehnten Bericht über handelsbeschränkende Maßnahmen anhaltenden Protektionismus in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) und anderen Schwellenländern.
 
Die Generaldirektion für Handel der EU-Kommission untersuchte zwischen Mai 2012 und Mai 2013 Handelshemmnisse in den 31 wichtigsten Partnerländern der EU. Nach dem Bericht wurden in diesem Zeitraum 150 neue Beschränkungen erlassen und lediglich 18 haben die Handelspartner der EU aufgehoben.

Zollerhöhungen und Zwang zu inländischen Angeboten

Die EU-Kommission beklagt Zollerhöhungen in Brasilien, Argentinien, Russland und in der Ukraine. Zudem steige der Zwang zur Verwendung von inländischen Angeboten, vor allem im öffentlichen Auftragswesen. Hier kritisiert die Kommission besonders Brasilien, Argentinien und Indien.
 
Seitdem sich die Weltwirtschaft erhole sei der Trend zum Protektionismus gegenüber 2011 und 2012 zwar rückläufig, aber es gebe immer noch zahlreiche beunruhigende Beschränkungen des Handels. Die EU-Kommission will das Thema in dieser Woche auf dem G20-Treffen in Sankt Petersburg ansprechen. Die G20 hat sich dazu verpflichtet, den Protektionismus einzudämmen.
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