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Politik national

EU-Gelder für den ländlichen Raum kommen Bauern zugute

von , am
18.03.2010

Bern - Die Landwirte profitieren am meisten von den Geldern für die ländliche Entwicklung. Die neuen Mittel aus der zweiten Säule fliessen vor allem in Investitionshilfen und höhere Prämien für Agrarumweltmassnahmen.

© (Foto: Agrarportal)

Die Bundesländer stecken die über die Modulation gekürzten Direktzahlungen insbesondere in Massnahmen für die Landwirtschaft. Mehr als 70 Prozent der Mittel kommen über Länderprogramme wieder bei den landwirtschaftlichen Betrieben an, dies geht aus einer in dieser Woche veröffentlichten Studie des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) aus Braunschweig.

Die EU-Kommission hatte im Health-Check 2008 über eine höhere Modulation mehr Geld bei den Direktzahlungen gekürzt und in die ländliche Entwicklung verschoben. Viele Landwirte hegten danach die Befürchtung, dass ihre gekürzten Direktzahlungen in der Erneuerung von Dorfplätzen landen könnten. Dies widerlegt die Studie, die alle im Jahr 2009 aufgelegten Länderprogramme untersucht hat.

Vielmehr hätten die Bundesländer die neuen Gelder über einzelbetriebliche Investitionsförderung und Agrarumweltprämien wieder an die Landwirtschaft zurück verteilt. Ein Grund dafür sei auch der Druck auf die Politik gewesen, auf die 2009 gesunkenen Agrarpreise zu reagieren, so der Autor der Studie Andreas Tietz. Ursprünglich hatte die EU-Kommission die Modulation für so genannte „neue Herausforderungen" wie Klimawandel, erneuerbare Energien, Wassermanagement und Artenvielfalt vorgesehen. (lid)

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