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Politik EU

EU gibt mehr Geld für die Tierseuchenbekämpfung aus

von , am
04.12.2012

Brüssel - Knapp 200 Millionen Euro wird die Europäische Union kommendes Jahr für die Bekämpfung von Tierseuchen ausgeben. Gegenüber 2012 ist das ein Plus von fünf Millionen Euro.

Ab 1. Januar 2015 gilt in Hessen ein Impfverbot gegen BHV1. © landpixel
Die EU hat für das Jahr 2013 mehr als 199 Millionen Euro bereitgestellt, um Programme zur Bekämpfung und Überwachung von Tierseuchen und Zoonosen zu unterstützen. Insgesamt wurden für die EU-Förderung 137 Programme zur Bekämpfung von Tierseuchen ausgewählt, die Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier sowie auf den Handel haben, berichtet Dow Jones News.
 
Mit den Mitteln aus dem EU-Haushalt sollen die nationalen Behörden bei der Kontrolle und der Ausrottung dieser Krankheiten unterstützt werden. Auch sollen damit Impfprogramme und eine bessere Überwachung finanziert werden, um frühzeitig Ausbrüche erkennen zu können.

'Deutlicher Rückgang' der Zoonosen

Gegenüber dem Vorjahr hat die EU die Gesamtförderung um weitere fünf Millionen Euro erhöht. Hintergrund ist, dass die Programme bislang bereits zu einem deutlichen Rückgang von Zoonosen beigetragen hätten. So seien die Fälle von Tollwut und Salmonellosis in den vergangenen fünf Jahren merklich gesunken.
 
Im Einzelnen wurden folgenden Krankheiten Beträge zugewiesen:
  • Übertragbare spongiforme Enzephalopathien (zirka 54 Millionen Euro),
  • Rinderbrucellose (rund 7,4 Millionen Euro),
  • Tollwut (25 Millionen Euro),
  • Blauzungenkrankheit (1,5 Millionen Euro),
  • Bovine Tuberkulose (etwa 71 Millionen Euro),
  • Klassische Schweinepest (2,5 Millionen Euro),
  • Salmonellose (zirka 16,6 Millionen Euro),
  • Vogelgrippe (2,6 Millionen Euro) und
  • Afrikanische Schweinepest (1,4 Millionen Euro).
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