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Wirtschaft

EU-Kommission geht gegen Finanzmanipulation vor

aiz
am
30.07.2012

Brüssel - Schärfere Sanktionen soll es für die Manipulation von Handelsindizes geben. Die EU-Kommission zieht Lehren aus dem Skandal um den gezielt gelenkten Referenzzins Libor, die auch für Agrarprodukte Folgen haben werden.

Auf zwei Wegen will die Kommission gegen Finanzmanipulationen vorgehen. Zum einen sollen Handelsindizes in eine bestehende Verordnung gegen Insider-Geschäfte und Handelsmanipulationen aufgenommen werden. Zum anderen sollen strafrechtliche Sanktionen verschärft werden.
 
Die Anstiftung, die Beihilfe und der Versuch zur Manipulation von sogenannten "Benchmarks " sollen zukünftig stärker geahndet werden. Die Kommission nennt den Index für Kakao an der LIFFE in London, der neben weiteren Benchmarks für Öl und Metalle vom neuen Vorschlag betroffen ist. Die Beratungen mit dem Europäischen Parlament und dem EU-Ministerrat sollen bis zum Jahresende abgeschlossen werden.
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