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Politik international

EU-Kommission: Nulltoleranz soll weichen

von , am
17.09.2010

Brüssel - Im Oktober will die EU-Kommission einen Vorschlag für den Umgang mit minimalen Spuren von nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Mais- und Sojaimporten vorlegen.

© agrarfoto.com

Die technische Lösung für dieses Problem soll nur für Futtermittel gelten, nicht aber für Lebensmittel. Die Kommission schlägt eine Toleranzschwelle von 0,1 Prozent für noch nicht zugelassene GVO vor, die allerdings bei bestimmten Unsicherheitsfaktoren geändert werden kann.

Engpässe bei Futtermitteln vermeiden

"Eine technische Lösung wird Engpässe beim Angebot von Futtermitteln vermeiden", erklärte EU-Verbraucherkommissar John Dalli in Brüssel. Er wolle die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Tierhalter nicht durch unnötige Handelsrisiken schwächen. Der Vorschlag wird zurzeit zwischen den verschiedenen Generaldirektionen der EU-Kommission abgestimmt.

EU-Mitgliedsstaaten müssen noch zustimmen

Die EU-Mitgliedstaaten müssen dem Vorschlag im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit mit qualifizierter Mehrheit zustimmen, wenn er angenommen werden soll. (aiz)

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