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Politik EU

EU-Kommission streicht Exporterstattungen

© contrastwerkstatt/Fotolia
von , am
23.04.2012

Brüssel - Die EU-Kommission setzt Ausfuhrhilfen für Schinken, Wurst und andere Produkte aus Schweinen auf null und kürzt die Exporterstattungen für Rindfleisch.

Parmaschinken wird auch in Zukunft nur so heißen, wenn er aus der Region Parma kommt. © tommyS/pixelio.de
Wegen der derzeit festen Preise in der EU seien Exporterstattungen für bestimmte Produkte überflüssig, betont die EU-Kommission und setzt Ausfuhrhilfen für Schinken, Wurst und andere Verarbeitungsprodukte aus Schweinen auf null.
 
Die Schweinepreise in der Union hätten sich stabilisiert, argumentierte die EU-Kommission am Donnerstag im Verwaltungsausschuss in Brüssel. Die Exporte aus der EU würden auch ohne Stützung weiterhin gut laufen, weil diese ohnehin für Schinken und Wurst kaum von Bedeutung war. Für Rindfleisch hat die Kommission die Exporterstattungen um 33 Prozent gesenkt. Die Versorgungslage ist nach Ansicht der Kommission in der EU angespannt, das Angebot an Rindfleisch niedrig und die Preise hoch.
 
Außerdem setzte die Kommission bestehende Ausfuhrhilfen für Eier auf null und begründete dies mit den derzeit sehr hohen Preisen aufgrund des knappen Angebots, insbesondere bei Verarbeitungseiern. Eine Ausnahme bildet der Export von Eiern in Form von Albumin nach Asien – hier bleibt die Erstattung unverändert bei 19 Euro je 100 Kilogramm Eiäquivalent. Die Ausfuhr von gefrorenem Geflügel wird weiterhin mit 325 Euro/Tonne unterstützt. Die EU-Mitgliedstaaten verfehlten im Ausschuss die Zustimmung zu den genannten Maßnahmen, so dass die Kommission diese Vorschläge annahm, sie traten am Freitag in Kraft.

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