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Politik EU

EU-Länder legen Fischfangquoten fest

von , am
21.12.2012

Brüssel - Die EU-Mitgliedstaaten legten am Mittwoch die Fangquoten bei Fisch für 2013 fest - zunächst vorläufig, denn ein Abschluss der Verhandlungen wird erst im Januar erwartet.

Die Fischer in der Ostsee können nach Ansicht der EU-Kommission im kommenden Jahr in einigen Gebieten des Meeres mehr Dorsch und Hering fangen. © Anne Bermüller/pixelio.de
Bis in die Nacht hinein verhandelten die EU-Länder über die Fischfangrechte für 2013. Es geht vor allem um die Quoten für Fischarten in der Nordsee und im Nordostatlantik. Da sich die Kabeljau-Bestände nicht stabilisiert haben, legten die EU-Staaten die Fangmengen auf 75 Prozent des Vorjahresniveaus fest. Die Quote für die bei Fischern aus Island und von den Faröer Inseln sehr beliebte Makrele wird auf 70 Prozent des Vorjahres angesetzt. Beide Quoten sind aber vorläufig, da es um Gewässer geht, deren Bewirtschaftung sich die EU und Norwegen teilen.
 
Traditionellerweise legen die Fischerei- oder Landwirtschaftsminister beim Agrarrat im Dezember die Fangobergrenzen für das jeweils folgende Jahr fest. Der Abschluss dieser Verhandlungen wird für Januar erwartet, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.
 

Informationen über Bestandszustände steigen

EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki zeigte sich am Donnerstagmorgen mit dem Gesamtergebnis nur teilweise zufrieden: "Die Kommission war ehrgeiziger. Aber nachdem nun dieser Kompromiss auf dem Tisch liegt, kann ich zufrieden sein, denke ich." Die Kommission schlägt die Fangmengen nach Empfehlungen von Wissenschaftern vor.  Für Bestände, zu deren Zustand wenig bekannt ist, welche aber schrumpfen, hatte Damanaki die Quoten sicherheitshalber um 20 Prozent kappen wollen. Die Staaten ließen sich nur auf 5 Prozent weniger ein. Insgesamt weiß man aber immer mehr über den Zustand der Fischbestände. Während im Vorjahr bei mehr als 60 Prozent der Bestände größere Datenlücken klafften, ist dies laut Damanaki nur noch bei 15 Prozent der Fall. Wenn die Entwicklung sich fortsetze, sei eine nachhaltige Fischerei bei allen Beständen innerhalb von fünf Jahren möglich.
 
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