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Politik EU

EU-Länder wollen Milchmenge weiterhin steuern

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von , am
07.04.2011

Brüssel - Frankreich, Italien und Österreich wollen die Möglichkeit haben, das Angebot ihrer Milchmenge an das Angebot anzupassen. Das haben die drei Länder im Sonderausschuss Landwirtschaft gefordert.

Die Großhandelspreise für Milchprodukte sind im September weiter gefallen. © Mühlhausen/landpixel
Erzeugergemeinschaften sollen die Möglichkeit bekommen, das Angebot ihrer Milchmenge an die Nachfrage - insbesondere bei der Herstellung von Spezialitäten - anzupassen. Dies haben Frankreich, Italien und Österreich zu Beginn der Woche im Sonderausschuss Landwirtschaft in Brüssel gefordert.
 
Die Mengensteuerung soll zumindest für Milch, die zur Produktion von Qualitätserzeugnissen und Spezialitäten mit geschützten Bezeichnungen verwendet wird, gelten. Deutschland und das Vereinigte Königreich sprachen sich dagegen aus.

Ungarn strebt Entscheidung unter seiner Ratspräsidentschaft an

Mit dem Ausstieg aus dem Quotensystem verzichtet die EU ab 2015 auf eine Angebotssteuerung. Einige EU-Länder argumentieren nun, Erzeugergemeinschaften sollten die Freigabe des Marktes nicht unterlaufen. Ungarn möchte noch unter seiner EU-Ratspräsidentschaft eine Entscheidung über die Kommissionsvorschläge zum Milchmarkt herbeiführen.
 
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(7. April 2011)
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