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Politik international

EU-Mitgliedsstaaten offen für technische Lösung

von , am
18.11.2010

Brüssel - Eine Lösung für Spuren von in der EU noch nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Importfuttermitteln rückt näher.

© agrarfoto.com

Eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten zeigte sich im Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit in Brüssel offen für eine technische Beilegung des Problems. Lediglich Polen lehnte den Kommissionsvorschlag grundsätzlich ab. Das Vereinigte Königreich, Portugal und weitere Mitgliedstaaten möchten hingegen den Grenzwert von 0,1 Prozent für Spuren von in der EU noch nicht zugelassenen GVO auch auf Lebensmittel ausdehnen. 

Die Kommission beschränkt ihren Vorschlag hingegen auf Futtermittel mit dem Hinweis auf die kontroversen Ansichten zur Grünen Gentechnik in der Öffentlichkeit. Weiters forderten mehrere EU-Mitgliedstaaten Verbesserungen von technischen Einzelheiten des Vorschlags, was Analyseverfahren und Probennahmen angeht.

Entscheidung dürfte sich bis Januar hinziehen 

Im Ausschuss im Dezember wird es wegen des anstehenden Klärungsbedarfs kaum zur Abstimmung kommen. Eine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedstaaten wird nach der ersten Aussprache aber für möglich gehalten, auch wenn sich eine Entscheidung zumindest bis Januar verzögern wird. (aiz)

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