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Umwelt

EU: Nachhaltige Fischereipolitik ab 2014

von , am
12.12.2013

Straßburg - Das EU-Parlament hat grünes Licht für eine nachhaltige Fischereipolitik ab 2014 gegeben. Damit soll die Überfischung eingedämmt werden. Die Schleppnetzfischerei ist weiterhin erlaubt.

Mehr Hering, weniger Dorsch - die EU-Minister sind einig über Ostsee-Fangmengen. © cybercrisi/fotolia.com
Die EU will mit neuen Regeln die Überfischung ihrer Gewässer beenden. Das Europaparlament stimmte in Straßburg mit großer Mehrheit für eine nachhaltige Fischereipolitik ab 2014. Mit dieser Reform soll in den EU-Staaten erstmals das Problem der Überfischung konsequent angegangen werden. Knapp verfehlt wurde ein grundsätzliches Verbot der Tiefseefischerei mit Grundschleppnetzen. Diese als besonders schädlich geltenden Netze sollen nur in bisher unbefischten Gebieten untersagt werden.

Stabiles Fischniveau angestrebt

Nachhaltige Fangquoten sollen schon von 2015 an greifen, Ausnahmen unter strengen Auflagen nur noch bis spätestens 2020 gelten. Innerhalb von sieben Jahren sollen die Fischbestände ein Niveau erreichen, auf dem sie langfristig stabil bleiben. Ungewollt gefangene Fische dürfen nicht mehr einfach ins Meer zurückgeworfen werden, wo sie anschließend oft wegen ihrer Verletzungen verenden, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Vertreter der EU-Staaten, des Europaparlaments und der EU-Kommission hatten sich im Mai auf eine Reform geeinigt. 
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