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Wirtschaft

EU und Norwegen erleichtern bilateralen Agrarhandel

Externer Autor ,
am
03.02.2010

Brüssel - Norwegen und die EU haben sich nach drei Jahren währenden Verhandlungen auf Richtlinien für eine weitere Liberalisierung des bilateralen Handels mit Agrarprodukten verständigt.

© Europäische Kommission

Wie die EU-Kommission mitteilte, sieht das neue Handelsabkommen den Wegfall mancher Zölle sowie die Erhöhung von Zollkontingenten für Exporte in das skandinavische Land vor. Die EU bewillige ihrerseits "ähnliche Erleichterungen" für die Einfuhr von norwegischen Produkten. Das jetzt paraphierte Abkommen bedürfe noch der Zustimmung der zuständigen Behörden, meldete die EU zudem. Für leichter verderbliche Produkte, wie Fleisch, Milcherzeugnisse, Obst und Gemüse, sind demnach Zollerleichterungen sowie Erhöhungen bestehender und die Bereitstellung neuer Zollkontingente vorgesehen.

So darf die EU künftig 900 Tonnen Rindfleisch, 600 Tonnen Schweinefleisch und 800 Tonnen Geflügelfleisch abgabenfrei in das nordische Land verkaufen und wird im Gegenzug unter anderem Quoten für Tiernahrung (13.000 Tonnen) gewähren. Norwegen hat allerdings verlangt, dass im Falle eines Doha-Runden-Abschlusses die Fleischkontingente nicht nur der EU, sondern allen WTO-Mitgliedstaaten offen stehen. Im Handel mit Käse erhöht Norwegen das bestehende Zollkontingent von derzeit 4.500 Tonnen auf 7.200 Tonnen.

Weniger sensible Produkte wie Nüsse, Ölsaaten und Öle sollen künftig frei handelbar sein. Auch im Getreidehandel soll die EU den Angaben der Kommission zufolge künftig auf höhere Zollkontingente zugreifen können. So dürfen demnächst weitere 5.000 Tonnen Durum-Weizen, 10.000 Tonnen Futtermais und 1.000 Tonnen Roggen ohne Abgaben nach Norwegen exportiert werden, berichtet Dow Jones News. Norwegen gehört zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Langfristig sollen alle Schranken im Agrarhandel zwischen der EU und Norwegen fallen. (aiz)

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