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Politik international

EU-Parlament: Agrarreform in deutscher Hand

von , am
21.10.2010

Brüssel - Albert Deß (EVP/CSU) ist von der Arbeitsgruppe Landwirtschaft der EVP-Fraktion zum Berichterstatter zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 gewählt worden.

Albert Deß (EVP/CSU) © EVP

Es ist das erste Mal, dass nach Inkrafttreten der Mitentscheidung in der Agrarpolitik ein Agrarpolitiker im Europäischen Parlament diese Rolle ausübt. Als Berichterstatter für das gesamte EU-Parlament und Sprecher der größten Fraktion besteht seine Aufgabe darin, in Abstimmung mit den anderen Fraktionen einen mehrheitsfähigen Vorschlag für die Neuausrichtung der Agrarpolitik zu finden.

"Es werden viele Gespräche notwendig sein, um eine gemeinsame Linie für das Parlament mit den Interessen aus 27 Mitgliedsstaaten zu finden", meint Deß

1. Säule muss EU finanzieren

Am 17. November 2010 wird Agrarkommissar Ciolos die Vorstellungen der Kommission offiziell darlegen. Es ist bereits bekannt, dass sich Ciolos für eine starke Agrarpolitik mit einer angemessenen Finanzierung für die Zeit nach 2013 ausspricht. Albert Deß und Dacian Ciolos sind sich einig, dass die Weiterentwicklung einer multifunktionalen, nachhaltigen und innovativen Landwirtschaft in Europa das Ziel einer GAP nach 2013 sein muss. "Die Beibehaltung der Zwei-Säulen-Struktur sowie eine verlässliche Finanzierung der GAP für den Zeitraum nach 2013 sind dafür unverzichtbar", fordert Albert Deß.

Er spricht sich auch für eine klare Trennung der zwei Säulen aus: Eine deutlich umrissene Zwei-Säulen-Struktur mit Direktzahlungen und Maßnahmen im ländlichen Raum solle weiter entwickelt werden. Die erste Säule solle die EU weiterhin zu 100 Prozent finanzieren. Dagegen solle die zweite Säule mit ihren spezifischen Programmen für den ländlichen Raum nach wie vor kofinanziert werden, legt Deß seine Haltung offen. (dlz agrarmagazin)

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