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Politik EU

EU-Parlament: Kein nationaler Alleingang bei gv-Futtermitteln

von , am
14.10.2015

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments erteilte gestern einem möglichen 'Opt-Out' für den Import von gv-Futtermitteln eine Absage. Eine Unterversorgung mit Importfutter könnte die Folge sein.

Nationale Importverbote von GVO-Futter- und Lebensmitteln wird es vermutlich nicht geben. © landpixel
Die EU-Kommission will für die Verwendung von GVO - sprich den Import für gv-Lebens- und Futtermitteln - genauso vorgehen wie beim Anbau und den Mitgliedstaaten nationale Verbotsmöglichkeiten einräumen. Das Europaparlament lehnte dies jedoch gestern ab und wies auf die Unterschiede zwischen dem Anbau und der Verwendung von GVO hin. Die EU sei auf den Import von gentechnisch veränderten Eiweißfuttermitteln aus Amerika angewiesen, heißt es in dem Bericht des italienischen EU-Abgeordneten Giovanni La Via.

Austritt stört Binnenmarkt

Verbote von GV-Soja oder GV-Mais in einigen EU-Mitgliedstaaten könnten die Tierproduktion in der EU ernsthaft gefährden, warnte der Berichterstatter. Zudem wiesen die Abgeordneten den Vorschlag zurück, weil das Ausscheren einzelner Regionen in der EU den gemeinsamen Binnenmarkt stört und möglicherweise nicht mit den Auflagen der Welthandelsorganisation WTO zu vereinbaren ist.

Keine Chance für Opt Out

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte bei seinem Amtsantritt eine Überarbeitung der Zulassungsregeln für GVO angekündigt. Nach dem Vorschlag der EU-Kommission soll aber alles beim Alten bleiben. Jetzt muss Ende Oktober noch das Plenum des EP über die Zurückweisung des Vorschlags abstimmen. Da auch die meisten EU-Mitgliedstaaten ein "Opt Out" für die Verwendung von GVO ablehnen, wird der Vorschlag der EU-Kommission wahrscheinlich wieder in der Schublade verschwinden.
 

Mastschweine und Ferkel unter einem Dach: So bleibt der Stall sauber

In den ersten Tagen im Flatdeck gießt Henrik Spannhake für die Ferkel frisches Wasser in einen Plastiktrog. © Anne-Maria Grave
In Reih und Glied hängen die Plastiktröge zur Beifütterung der Ferkel an der Wand. © Anne-Maria Grave
Vom Vorraum aus geht es durch die rechte Tür in den Aufzucht-, durch die linke Tür in den Mastbereich. Die passenden Klamotten hängen griffbereit an der Wand. © Anne-Maria Grave
Bei Henrik Spannhake leben Mastschweine und Aufzuchtferkel unter einem Dach. Regelmäßig säubert er die Ferkeltassen in den Abferkel-buchten. Tassen, Leitungen und den Anmisch­behälter für die Milch beziehungsweise den Prestarter reinigt der Landwirt jede Woche zweimal. © Anne-Maria Grave
Die Cups in der Abferkelbucht reinigt der Landwirt mit einer rotierenden Bürste, über die ein Plastikbehälter als Spritzschutz gestülpt ist. © Anne-Maria Grave
Zur Beschäftigung der Tiere hängt in jeder Aufzuchtbucht ein Heunetz, wie man es aus der Pferdehaltung kennt. © Anne-Maria Grave
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