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Ernährung und Gesundheit

EU-Parlament: Wasserversorgung ist ein Grundrecht

aiz
am
06.07.2012

Straßburg - Das Europäische Parlament will den Zugang zu Wasser als Grundrecht festlegen. Der Wasserverbrauch soll durch eine bessere Infrastruktur gesenkt werden.

Wasser "sei eine gemeinsame Ressource der Menschheit und ein öffentliches Gut", heißt es in einer Entschließung, die am Dienstag verabschiedet wurde. Als ersten Schritt plädierten die Abgeordneten für eine Senkung des Wasserverbrauchs durch Infrastrukturinvestitionen. Derzeit gingen bis zu 70 Prozent des Wassers in europäischen Städten durch undichte Stellen im Netz verloren.

Mehr Preistransparenz

In der Entschließung werden Kommission und Mitgliedstaaten dazu aufgefordert, Preisvereinbarungen transparenter zu gestalten und Wassertarife unter Berücksichtigung sozialer Gesichtspunkte festzulegen.
 
Eine effiziente Abwasserentsorgung und die stärkere Nutzung von Brauchwasser sollen der Verschmutzung entgegenwirken. Das Konzept der "Blauen Flagge" an Stränden zur Kennzeichnung qualitativ hochwertiger Gewässer sollte auf sämtliche Badezonen in Europa, wie Flüsse, Seen und Teiche ausgeweitet werden. Darüber hinaus sollen diese Vorschläge zur Bedingung für Agar- und Energiesubventionen werden, erklärten die Abgeordneten abschließend.
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