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Politik EU

EU-Parlament will Märkte weiterhin regulieren

von , am
12.06.2012

Brüssel - Agrarmärkte sollen sich nicht selber überlassen bleiben. Starke Marktordnungen gegen Preisschwankungen fordert das EU-parlament. So sollen die Zuckerquoten bis 2020 fortgesetzt werden.

Sowohl 2013 als auch 2010 wurden die Reihen spät geschlossen, was vermutlich die Cercospora-Entwicklung im Bestand verzögert. © landpixel
Das von der EU-Kommission geplante Ende der Quoten im Jahr 2015 lehnt der Europaabgeordnete Michel Dantin ab. Der Franzose aus der Fraktion der Europäischen Volksparteien legte seinen Bericht für die Reform der Agrarmarktordnungen vor, in dem er zahlreiche Liberalisierungsschritte rückgängig machen möchte. Dantin schlägt vor, den Interventionspreis für Rindfleisch von 1.560 Euro je Tonne auf 2.000 Euro je Tonne anzuheben.
 
Die Buttermenge mit garantiertem Interventionspreis soll von 30.000 Tonnen auf 70.000 Tonnen erhöht werden. Schließlich regt Dantin Prämien für Milcherzeuger an, die in Krisenzeiten ihre Erzeugung verringern. Die Kürzungen der Subventionen in Großbetrieben will der portugiesische Abgeordnete Louis Michel Capouls Santos leicht verschärfen.

7% ökologischer Ausgleichsfläche gefordert

Der Berichterstatter für die Direktzahlungen möchte Tranchen zwischen 250.000 Euro und 300.000 Euro nicht um 70 Prozent, sondern um 80 Prozent verringern. Es bleibt bei einer absoluten Obergrenze von 300.000 Euro an Direktzahlungen pro Betrieb. Zudem folgt Capoulas Santos der Kommission mit einer Forderung von sieben Prozent ökologischer Ausgleichsfläche. Das Parlament will über die Berichte im November zunächst vorläufig abstimmen, um ein Verhandlungsmandat mit dem EU-Agrarministerrat zu bekommen. Ein endgültiges Votum wollen die Abgeordneten erst abgeben, wenn Klarheit über die Zukunft der EU-Finanzen besteht.
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