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Wirtschaft

EU-Pflanzgut: Russland schiebt Importstopp weiter nach hinten

aiz
am
31.05.2013

Moskau - Der Importstopp Russlands für Planzgut aus der Europäischen Union wird um ein weiteres Monat auf 1. Juli vertagt. Im März hatte man das Verbot bereits von 1. April auf 1. Juni geschoben.

Erst April, dann Juni, jetzt Juli - Russland hat seinen Importstopp für europäisches Pflanzgut zum zweiten Mal verschoben. © Oliver Haase/pixelio
Der Föderale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit Russlands (Rosselkhoznadzor) hat das Importverbot für Pflanzgut aus der Europäischen Union um einen weiteren Monat, auf den 1. Juli 2013, verschoben.
 
Bis dahin sollen Konsultationen mit Brüssel sowie den Pflanzenschutz- und Quarantänebehörden von den an Ausfuhren interessierten EU-Ländern stattfinden. Ziele der Beratungen sind die Ausarbeitung gemeinsamer und wirksamer Sicherheits-Maßnahmen für die zu liefernden Waren sowie die Entscheidung über die Zweckmäßigkeit des Importstopps.

Russland: Gründe für Importstopp bestehen weiter

Die Verlegung der Frist wurde nach einem Gespräch des Rosselkhoznadzor-Chefs, Sergej Dankwert, mit dem stellvertretenden Leiter der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz der EU-Kommission (DG SANCO), Ladislav Miko, am Rande einer Tagung der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) am Donnerstag in Paris beschlossen, teilte die Moskauer Behörde mit.
 
Dabei machte Dankwert deutlich, dass die Gründe für den Importstopp weiterhin bestünden, denn in den EU-Pflanzgutlieferungen würden immer wieder Quarantäneobjekte gefunden. Er monierte auch die aus seiner Sicht diskriminierenden Einschränkungen für die Einfuhren von Pflanzgut aus Russland in die EU. Das russische Importverbot wurde auf Bitte der europäischen Seite schon einmal von April auf Juni dieses Jahres verschoben.
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