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Wirtschaft

EU senkt Zölle für ukrainische Agrarimporte

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lid
am
04.04.2014

Bis 1. November profitiert die Ukraine von erheblichen Zollerleichterungen für EU-Importe im Agrarbereich. Das Parlament hat gestern einen entsprechenden Kommissionsvorschlag gebilligt.

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Die EU schafft einen Großteil der Zölle auf ukrainische Agrargüter, Eisen, Stahl und Maschinen ab. Das Parlament billigte gestern einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission.
 
Die einseitige Maßnahme der EU soll die angeschlagene ukrainische Wirtschaft fördern und den Herstellern und Exporteuren Einsparungen von 487 Millionen Euro pro Jahr ermöglichen, teilte das EU-Parlament mit.

Importe von sensiblen Gütern begrenzt

Mit der neuen Regelung werden 80 Prozent der Zölle auf landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Ukraine abgeschafft. Allerdings sollen die Importe von sensiblen zollbefreiten Gütern wie Getreide, Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch begrenzt werden, damit die EU-Hersteller nicht gefährdet werden.
 
Bei den Industriegütern werden 94,7 Prozent der aktuellen Zölle abgeschafft.

EU behält sich Änderungen vor

Die Maßnahme erfolgt einseitig, weshalb die Ukraine nicht verpflichtet ist, ihrerseits die Zölle abzuschaffen. Allerdings darf sie die Zölle nicht anheben. Die EU behält sich zudem vor, die Zölle jederzeit wieder einzuführen, falls die Importe so stark zunehmen, dass EU-Hersteller in Schwierigkeiten zu kommen drohen.
 
Die Regelung gilt temporär bis zum 1. November 2014. Formell muss die Maßnahme noch vom EU-Rat gebilligt werden. 
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