Login
Umwelt

EU-Umweltminister verzögern neue Gentech-Anbauregeln

von , am
22.12.2010

Bern - In einer Aussprache im EU-Umweltrat am 20. Dezember in Brüssel wollten zahlreiche Minister die Verhandlungen über die Kommissionsvorschläge nur unter bestimmten Voraussetzungen fortsetzen.

Die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten fordert von der Kommission eine Liste mit Kriterien für nationale Anbauverbote. Zudem soll die Kommission zunächst eine Studie über die sozioökonomischen Auswirkungen des GVO-Anbaus vorlegen. EU-Gesundheits- und Verbraucherkommissar John Dalli versprach beides für den Beginn des kommenden Jahres. Der Kommissar schränkte allerdings ein, dass die Studie wenig ergebe, weil die EU-Mitgliedstaaten die Folgen aus ihrer Sicht je nach Einstellung zur grünen Gentechnik beschreiben würden.

Schnelleres Verhandlungstempo gefordert

Schweden, die Niederlande, das Vereinigte Königreich und Österreich drängten im Umweltrat auf ein schnelleres Verhandlungstempo. Diese vier Länder begrüssen den Kommissionvorschlag. Österreich sieht damit seine nationalen Gentech-Verbote rechtlich besser abgesichert. Die anderen drei Mitgliedstaaten versprechen sich beschleunigte Zulassungen von GVO auf wissenschaftlicher Grundlage. (lid)

Auch interessant