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Wirtschaft

EU und USA planen Freihandelsabkommen

AgE
am
17.04.2012

Brüssel - Die Europäische Union und die USA haben Gespräche über ein bilaterales Freihandelsabkommen aufgenommen. Auch eine Übereinkünft im Agrarbereich gilt als Option.

Exportcontainer auf Stapel
Vor dem Hintergrund der festgefahrenen Doha-Runde und des wirtschaftlichen Erstarkens von Schwellenländern wie China und Indien prüfen Diplomaten diesseits und jenseits des Atlantiks die Wetterlage für die Aufnahme von Freihandelsgesprächen zwischen der EU und den USA. Dabei soll auch die Landwirtschaft einbezogen werden.

Wie vergangene Woche in Brüssel bekannt wurde, planen EU-Handelskommissar Karel de Gucht  und der US-Handelsbeauftragte Ron  Kirk  für Juni einen Zwischenbericht mit ersten Optionen. Bis zum Ende des Jahres sollen abschließende Empfehlungen getroffen werden.

Landwirtschaft 'wichtiges Element' eine Abkommens

Aus Washington kamen zuletzt deutliche Signale, dass die Regierung von Präsident Barack  Obama  an einem bilateralen Freihandelsabkommen interessiert ist. Der ehemalige, unter Präsident Ronald  Reagan  dienende Handelsbeauftragte Clayton  Yeutter  hält eine Übereinkunft auch im Agrarbereich für möglich, weil sich die unterschiedlichen Politiken mittlerweile aneinander angenähert hätten.
 
Unterstützung kommt auch von der amerikanischen Wirtschaft. Eine Gruppe von 40 US-Organisationen aus dem Agrarbereich forderte eine ausreichende Berücksichtigung der Landwirtschaft als "wichtiges Element" eines eventuellen Abkommens.
 
Die USA sind der größte Absatzmarkt für EU-Agrarprodukte, noch vor Russland und der Schweiz; 2011 wurden nach Angaben der Europäischen Kommission Waren im Wert von 14,6 Milliarden Euro ausgeführt.

Im Jahr 2011 stiegen die EU-Einfuhren aus den USA auf 8,2 Milliarden Euro (+12%). Das geht aus einem Bericht der EU-Kommission zur Entwicklung des Agrarsektors im Jahr 2011 hervor. Mehr dazu lesen Sie hier ...
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