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Ernährung und Gesundheit

EU: Weniger gefährliche Lebens- und Futtermittel gemeldet

aiz
am
20.06.2014

Brüssel - Das Überwachungssystem der EU-Kommission für Lebens- und Futtermittel (RASFF) hat im vergangenen Jahr weniger Warnungen für verunreinigte Lebens- und Futtermittel ausgegeben.

Die Europäische Kommission hat vor kurzem den aktuellen Jahresbericht des Europäischen Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel (RASFF) vorgestellt. Über das Europäische Schnellwarnsystem RASFF können Mitgliedstaaten und EU-Kommission seit 35 Jahren schnell Informationen austauschen, wenn in der Lebens- und Futtermittelkette Gesundheitsrisiken entdeckt werden.
 
Beim Nahrungsmittelbetrug wie dem Pferdefleischskandal im vergangenen Jahr etwa konnten dank des RASFF betroffene Erzeugnisse schnell zurückverfolgt und vom Markt genommen werden.

Schnellwarnsystem funktioniert

Im Jahr 2013 sank die Zahl der Meldungen über RASFF um neun Prozent im Vergleich zu 2012. Insgesamt gingen 3.205 ursprüngliche Meldungen über das System ein, davon 596 Warnhinweise. Aus Österreich wurden 46 Anzeigen weitergeleitet, im Vergleich zu 49 im Jahr zuvor. Die meisten Warnungen kamen aus Italien (534). 433 Meldungen betrafen Produkte aus China (2012: 536), gefolgt von Indien (257) und der Türkei (226).

Schimmelgifte, Pestizide, Allergene

Zu den wichtigsten über das RASFF gemeldeten Fällen zählten im vergangenen Jahr Krankheitsausbrüche aufgrund von Hepatitis-A-Viren in Beerenmischungen und Erdbeeren, unerwünschte Reaktionen durch Nahrungsergänzungsmittel mit potenziell gefährlichen Zutaten, Shigatoxin-produzierende E-Coli-Bakterien in Fleisch und Pestizidrückstände auf Pflanzenerzeugnissen.
 
Die überwiegende Mehrheit (2.710 oder 84,6 Prozent) der Warnungen betraf Lebensmittel, 272 (8,5 Prozent) Futtermittel und 223 (6,9 Prozent) Lebensmittelkontaktmaterialien.
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