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Politik EU

EU will Förderprogramm für Pflanzenschutz

von , am
09.12.2013

Brüssel - Das EU-Parlament fordert mehr Maßnahmen, um die Verfügbarkeit maßgeschneiderter Pflanzenschutzmittel für geringfügige Verwendungen und Sonderkulturen zu verbessern.

Im Zuge der Russlandkrise schnürt die EU-Kommission ein zweites Hilfspaket für Obst- und Gemüseerzeuger. © Grey59/pixelio
Im Mittelpunkt einer im EU-Parlament stattfindenden Konferenz standen konkrete Lösungen und Investitionssysteme, die zur Verbesserung der Verfügbarkeit von Pflanzenschutzlösungen dienen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Reduzierung der Pflanzenschutzmittel angesichts anstehender Herausforderungen wie der Ernährungssicherheit, des Bedarfs an hochqualitativen Lebensmitteln zu erschwinglichen Verbraucherpreisen und der Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Agrar- und Lebensmittelkette nicht länger ignoriert werden dürfe.
 
"Der Mangel an angemessenen Instrumenten gefährdet nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Land- und Lebensmittelwirtschaft - die EU ist der weltweit zweitgrößte Erzeuger von Obst und Gemüse wie auch der zweitgrößte Importeur -, sondern auch die Nachhaltigkeit des Sektors, die damit verbundenen Arbeitsplätze und schließlich, was noch wichtiger ist, die Vielfalt hochqualitativer Lebensmittel in Europa", so Luc Peeters, Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Pflanzenschutz" von Copa-Cogeca.
 

EU-Programm für Sonderkulturen

Um effektive Pflanzenschutzlösungen zu finden, benötigte die EU einen Ansatz, mit dem auf die Einrichtung eines entsprechenden ständigen EU-Programms abgezielt wird und der in allen Mitgliedstaaten mit einem kohärenten Finanzierungsprogramm für die Datenerstellung und die Entwicklung neuer Lösungen koordiniert wird." Die EU-Kommission will einen Bericht über geringfügige Verwendungen und Sonderkulturen zu Beginn 2014 präsentieren. Die diesbezüglichen Verzögerungen seien nicht ermutigend für die europäische Landwirtschaft, so Jean-Charles Bocquet, Generaldirektor der European Crop Protection Association (ECPA), die von der Kommission nun eingegangene Verpflichtung wertet er aber als "einen großen Fortschritt". Der Sektor geringfügiger Verwendungen und Sonderkulturen erwirtschaftet jährlich  70 Milliarden Euro und macht 22 Prozent des Gesamtproduktionswertes der Landwirtschaft aus.
 
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