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Politik EU

EU will Fonds zur Förderung von Pestiziden für Nischenkulturen

von , am
27.02.2014

Brüssel - Für die geringfügige Verwendung von Pflanzenschutzmitteln soll ein Europäischer Fonds mit 350.000 Euro geschaffen werden. Profitieren sollen Nischenkulturen.

Die EU-Agrarmärkte stehen heute im Fokus beim Agrarministerrat in Brüssel. © Gabi Schoenemann/pixelio
Dafür hat sich die EU-Kommission in einem kürzlich verabschiedeten Bericht ausgesprochen. Geringfügige Verwendungen von Pestiziden sind für bestimmte Nischenkulturen mit einem hohen wirtschaftlichen Wert vorgesehen, die aber wegen ihres geringen Marketingpotenzials kaum Investitionsanreize für die Pflanzenschutzindustrie bieten.
 
Der mangelnde Einsatz der Industrie für die Genehmigung von Pestiziden für bestimmte Verwendungszwecke in den EU-Mitgliedstaaten hat aber zur Folge, dass zugelassene Produkte für diese Kulturen fehlen, was zur illegalen Anwendung oder zum Verlust der Produktionssparte führen kann, warnte die Kommission. Davon betroffen sind überwiegend Gemüse- und Obstarten, Baumschulen sowie Blumen. Es wird geschätzt, dass diese Kulturen 22 Prozent zum Gesamtwert der EU-Pflanzenproduktion beitragen.

Europaweite Initiative "Ipm Eranet"

Obwohl es in einigen EU-Mitgliedstaaten ähnliche Fonds gibt, soll ein europäischer die Produktion von weniger bedeutenden Pflanzen in Europa schützen. Einen zusätzlichen Betrag leiste das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm "Ipm Eranet", eine europaweite Initiative mit 32 Partnern, die von 2014 bis 2016 läuft und mit zwei Millionen Euro ausgestattet ist.
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