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Wirtschaft

Euro fällt auf neues Jahrestief

Externer Autor
am
14.05.2010

London/Frankfurt - Trotz des Milliarden-Pakets bricht der Euro-Kurs am Freitag erneut ein. Die Gemeinschaftswährung lag heute Abend bei nur noch 1,23 US-Dollar, so niedrig wie zuletzt im November 2008.

Schon gegen Mittag notierte die Gemeinschaftswährung unter der 1,25-Dollar-Marke. Der Goldpreis übersprang daraufhin die Marke von 1.000 Euro je Unze. Die Talfahrt der Gemeinschaftswährung hält damit trotz zusätzlicher Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen in Spanien und Portugal und der Rückendeckung durch die Europäische Zentralbank (EZB) an. Die EZB hatte den Referenzkurs laut Dow Jones am Donnerstag noch auf 1,2587 (Mittwoch: 1,2686) Dollar festgesetzt. Händler hatten schon am Freitagmorgen von einer "enormen Abwärtsdynamik" gesprochen, die nur für temporäre Erholungen gut sei. Aktuell belaste die Diskussion über eventuelle Umschuldung oder Restrukturierung griechischer Staatsanleihen. Händler zweifeln zunehmend daran, dass die europäische Schuldenkrise bewältigt werden kann.

Auch Dax im Minus

Auch der deutsche Aktienmarkt verbucht am Freitag Verluste und setzt damit die Serie von vier freundlichen Handelstagen nicht fort. Sowohl die Wall Street als auch die Börse in Tokio drückten laut manager magazin mit Verlusten auf die Stimmung, die von anhaltenden Sorgen um die Schuldenkrise in Europa geprägt war. Der Leitindex Dax fiel bis zum Börsenschluss um 3,1 Prozent auf 6056 Punkte, am Nachmittag lag er zeitweise nur bei 6015 Punkten. Der MDax gab 2,6 Prozent auf 8288 Punkte ab. Für den TecDax ging es um 2,5 Prozent nach unten auf 772 Punkte. (pd)

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