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DLG Trendmonitor

Europa: Erzeugerpreise heben die Stimmung der Landwirte

Landwirte auf Zuckerrübenfeld
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Anke Fritz, agrarheute
am
24.04.2017

Die Ergebnisse des DLG-Trendmonitors vom Frühjahr 2017 signalisieren Zuversicht unter den europäischen Landwirte. Ursache seien die Entwicklungen der Erzeugerpreise.

Die europäischen Landwirte sehen wieder Licht am Ende des Tunnels. Das im Jahr 2016 vorherrschende Stimmungstief ist überwunden. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung werden weit positiver beurteilt als noch im Herbst 2016. Auch die Investitionsbereitschaft legt wieder zu.

Das sind die Ergebnisse des DLG-Trendmonitors Europe von diesem Frühjahr, bei dem 700 deutsche, 700 französische, 500 polnische und 350 britische Landwirte befragt wurden.

Getreide- und Schweinepreise haben das Tief verlassen

Wie Dr. Achim Schaffner, DLG-Fachgebietsleiter Ökonomie, bei der Vorstellung der Ergebnisse erklärte, ist die verbesserte Lage auf den Märkten für Getreide, Milch und Schweinefleisch Grund für diesen Aufschwung. So haben die Getreidepreise das Tief des Jahres 2016 verlassen. Deutlich über dem Vorjahresniveau liegende Getreideexporte aus Deutschland sorgen für feste Preise, auch wenn sich diese im Vergleich der letzten Jahre auf einem moderaten Niveau eingependelt hätten.

Einem im Vergleich zum Vorjahr knapperen Angebot an Schweinen stehe zudem eine anhaltend große Nachfrage gegenüber. Insbesondere der Export läuft rege und sorgt für feste Preise für die Schweinehalter. Darüber hinaus habe sich in der Schweinehaltung das Preis-Kostenverhältnis verbessert. Den seit Jahresbeginn gestiegenen Erzeugerpreisen stehen sinkende Kosten für Eiweißfuttermittel und anhaltend moderate Preise für Futtergetreide gegenüber. Dies stärke die Wirtschaftlichkeit der Schweinehaltung, erklärt Schaffner.

Milcherzeuger sind optimistischer

Auch das Angebot an Milch sei knapper, EU-weit liegen die Milchanlieferungen unter dem Vorjahresniveau. Zudem liegt das Angebot bei den global wichtigsten Milchexporteuren unter dem Vorjahresniveau, auch wenn die Anlieferungen in Neuseeland gegenwärtig wieder anziehen. Die Angebotssituation und die dynamisch wachsenden Exporte von Käse und Butter sorgen laut DLG für höhere Milchpreise.

Wie die Landwirte in Deutschland profitieren auch die Landwirte in Frankreich, Polen und Großbritannien von dem günstigeren Umfeld und beurteilen die aktuelle Geschäftslage deutlich positiver als noch im Herbst 2016.

Mit Material von DLG

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