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Politik EU

Europaparlament untersucht Lebensmittelsbetrug

von , am
09.05.2013

Brüssel - Das Europäische Parlament hat die niederländische EVP-Abgeordnete Esther de Lange beauftragt, die Ursachen von Lebensmittelbetrug in der EU zu untersuchen.

Die niederländische EVP-Abgeordnete Esther de Lange bereitet für das Europaparlament einen Untersuchungsbericht zu den Lebensmittelbetrugsfällen in der EU vor. © De Lange
Anlass sind die jüngsten Vorfälle wie die jahrelange, verbreitete Verarbeitung von Pferdefleisch als angebliches Rindfleisch in Fertigprodukten oder der Verkauf von polnischem Streusalz als Kochsalz. "Immer mehr Skandale werden bekannt. Unser Essen muss aber vertrauenswürdig sein. Darum dürfen wir das nicht einfach geschehen lassen", erklärte die christdemokratische De Lange.
    Sie will nicht nur der Frage nachgehen, ob die starke Internationalisierung der Produktion und des Handels von Lebensmitteln den Betrügereien Vorschub leistet. De Lange will auch den Einfluss des Preisdrucks durch den Lebensmitteleinzelhandel untersuchen.

    Strafen vereinheitlichen

    Die Niederländerin fordert schon jetzt, die Strafen für Lebensmittelbetrüger in den EU-Mitgliedstaaten zu harmonisieren. Sie kritisierte, dass einige Mitgliedstaaten nur sehr niedrige Strafen verhängten. Dadurch könnten die Panscher auf schnelle Gewinne spekulieren - zu Lasten der Gesundheit der Europäer. 
    De Lange will ihren Untersuchungsbericht nach der Sommerpause vorlegen. Das Plenum könnte im Herbst darüber abstimmen.
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