Login
Dorf und Familie

Fahrverbot für Mähdrescher, Milch bei lammlosen Ziegen, Biogas

Externer Autor ,
am
26.07.2013

Diese Woche in landlive: Das Wochenendfahrverbot in Schleswig Holstein empört die User. Dazu wird die Frage geklärt, ob Ziegen, ohne gelammt zu haben, Milch geben können.

Fahrverbot für Mähdrescher in Urlaubsregion
 
Barensdorfer ist empört: "Nun ist es soweit: Hier in Ostholstein, einer absoluten Touristengegend im Sommer, werden nach und nach Fahrverbote für Mähdrescher auf Bundesstraßen eingerichtet. Dieser aktuelle Bericht kann leider nur als Abonnent der Lübecker Nachrichten vollständig gelesen werden: [www.ln-online.de] Noch ein zweiter Link mit etwas mehr Text unter den Fotos: [www.ln-online.de] Anscheinend ist sich die schleswig-holsteinische Politik nicht bewusst, dass die Urlauber hier auch gerne morgens frische Brötchen auf dem Tisch stehen haben. Ich hoffe, dass der Bauernverband sich dafür einsetzt, diesem Unsinn ein Ende zu setzen. Mähdrescher fahren hier nun wirklich nur selten längere Strecken und wenn sie unterwegs sind, dann meist aus gutem Grund..." Martin1977 komentiert: "Besser und hilfreicher als jedes andere Instrument zur Umerziehung der Landwirtschaft. Und demnächst kommt ein 'Durchfahrt verboten' für alle Fahrzeuge vor die Krankenhäuser gestellt, wegen der hohen Geschwindigkeiten bei Einsatzfahrten. Vielleicht hilft ja auch eine Spende an die örtliche Nabu Kreisgruppe. Geld macht ja bekanntlich den Weg frei."
Monee meint: "Wer seinen Urlaub in einer ländlichen Region plant, will doch genau das Landleben sehen. Aus welcher politischen Ecke das auch immer kommen mag, ich glaube nicht, dass es wirklich etwas mit dem Tourismus zu tun hat. Ich habe zumindest noch keine Touristen gesehen, die nicht fasziniert am Feldrand gestanden haben."
 
 

Können Ziegen Milch geben ohne gelammt zu haben?

Kopovhunter stellt eine für sich komische Frage: "Hallo. Ich habe da mal eine (komische/ dumme) Frage. Können Thüringer Waldziegen Milch geben, ohne gelammt zuhaben? Ich habe 2 Thüringer Waldziegen denen platzt bald der Euter so voll Milch ist der. Aber es war kein Bock bei denen und Sie sind auch noch nie gedeckt worden."
Freisinger
schreibt: "Da bin ich überfragt/überfordert. Ich kenne allerdings einen Ziegenbetrieb,der seine Goassn bei gleichbleibend hoher Milchleistung 3 Jahre durchmelkt, ohne dass sie ein Kitz bekommen."
Ziegentom
bringt Licht ins Dunkel: "Es gibt die Möglichkeit. Ziegen können durchaus scheinträchtig werden und das Euter entwickelt sich, ist dann auch melkbar. Sollte aber auch gemacht werden, da sonst Euterentzündungen entstehen können. Empfehle aber die erste Woche die Milch nicht zu verwenden da viele Keime drin sein können. Willst du es genau wissen solltest du die Milch dann untersuchen lassen ob die Keimzahl stimmt. Die Ziegen mit so einem prallen Euter rumlaufen zu lassen ist nicht gut, da es für die Tiere sehr unangenehm ist. Normalerweise entwickelt sich das Euter z.B. bei Kitzverlust ohne Melken von alleine zurück. Deine leiden aber vermutlich unter Hormonstörungen weil sie nicht gedeckt wurden. Also, melken oder tatsächlich decken lassen um der Natur ihren Lauf zu lassen"

Feste Phase von separiertem Gärrest in der Biogasanlage füttern...

Kuddel969 möchte wissen: "Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema und wollte mal hören, welche Erfahrungen bereits damit gemacht wurden, würde gerne soviel wie möglich darüber erfahren!! Ich meine hiermit keine zugekauften Gärreste, sondern nur aus der eigenen Anlage. Interessante Punkte sind z.B.: - wieviel % eures tägl. Inputs besteht aus der o.g. Phase? - wieviel Mais konntet ihr ersetzen bzw. wie ist der Gasertrag? - hattet ihr Probleme mit Sink- bzw. Schwimmschicht? - welchen TS-Gehalt würdet ihr empfehlen?"
Maxxwell539 meint: "Ich sags mal so, unbedingt füttern müssen möchte ich das Zeug nicht mehr. Im separierten Gärrest ist mit Sicherheit je nach Anlage noch ein gewisses Restgaspotential vorhanden, aber ob sich sowas rentiert? Kommt halt auch darauf an, wie deine Anlage Raumbelastungstechnisch aussieht? Da das Zeug überwiegend aus schwer abbaubarem Lignin besteht, denk ich, dass es ewig dauert, bis da mal nennenswerte Gasmengen rauskommen. Und ob dann nicht dadurch unnötiger teurer Faulraum im Fermenter bzw Nachgärer verschenkt wird, hmm. Schick mal ne Probe von deiner festen Substanz ins Labor, und lass auf Restgaspotential hin untersuchen, dann siehst weiter." Matthias sieht es etwas anders: "Wir haben vor ein paar Wochen ca. 800m³ separiert und die feste Phase erst mal auf den Haufen gelagert. Werden wohl so 200m³ sein. Von mehreren Quellen hab ich bestätigt bekommen man soll das Substrat liegen lassen bis Pilze darauf wachsen, dann kann man das Zeug wieder in die Anlage werfen. Die Pilze und andere Enzyme knacken die vorher unverdaulichen Reststoffe. Mehr kann ich auch erst mal nicht beitragen."
 

Gezieltes Wirkstoffmanagement verhindert Resistenzbildung

Die agrar_heute_redaktion stellt einen ihrer Beiträge vor: "Um Resistenzen von Unkräutern in Mais zu verhindern ist ein gezieltes Wirkstoffmanagement in Verbindung mit pflanzenbaulichen Maßnahmen unumgänglich. Hier mehr dazu: [www.agrarheute.com]"
Notill
kommentiert es wie folgt: "Die aktuelle Zulassungspolitik macht allerdings nicht den Eindruck, als ob wir in Zukunft noch Möglichkeiten hätten. Herbizide bei Mais, ok. aber was ist mit Insektiziden? Für einige Probleme gibt es mittlerweile keine Mittel mehr, z.B. im Raps gibt es Lücken durch den Wegfall der Beize, die damals entsprechende Mittel überflüssig machte. Oder Drahtwurm? Bei Zynsler ist auch nur ein Mittel zugelassen, oder gibt es mittlerweile eine Zulassung für Gladiator? Die aktuelle Zulassungspolitik ist eine Politik der Resistenzbeschleunigung! Bei Raps haben wir es erlebt, jetzt ist Schluss mit B4..."
Kone
antwortet: "Wer gegen den Maiszünsler spritzen muss, macht was falsch. Im unteren Rottal wird seit mehr als 50 Jahren Mais angebaut, früher oft im Daueranbau, und dort spritzt keiner.  Mulchen und tief unterpflügen ist dort Standard. Ansonsten geb ich dir recht, bei Drahtwurm und Rapsschädlingen wird das Angebot an Wirkstoffen immer kleiner. Bei Drahtwurm bleibt eigentlich nur Kalkstickstoff übrig...."
Dem entgegnet Mim: "Kone, so einfach ist das nicht. Schau dir mal das Maintal an und die unterschiedlichen Niederschlagszahlen. Grad in einem so trockenen Sommer wie diesem (und ggf. auch Herbst) hast du das Risiko Untergepflügtes nach ein, zwei Jahren wieder hoch zu holen: Wenn Niederschläge und damit Umsetzung des Maisstrohs fehlen!  [www.lfu.bayern.de] und jetzt vergleich mal das Rottal mit Unterfranken... deswegen wächst bei euch ja auch kein Wein. Die Pfluglösung steht damit eben nicht allen Regionen in der Zünslerbekämpfung offen."
Auch interessant