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Gefahrenklasse 8

Falscher Alarm: Aus Traktoranhänger läuft "unbekannte Flüssigkeit"

Anhänger mit Wassertanks
am Mittwoch, 12.09.2018 - 09:42 (Jetzt kommentieren)

In Nordrhein-Westfalen hatte es die Polizei am Dienstag mit einer unbekannten Flüssigkeit zu tun, die aus einem Traktoranhänger lief. Es wurde Gefahrenklasse 8 ausgerufen.

Wie die Freiwillige Feuerwehr Werne berichtet, wurden die Einsatzkräfte am Dienstagmorgen um 09:46 Uhr von der Polizei zu einem Feld in Holthausen, Nordrhein-Westfalen alarmiert.

Das Stichwort lautete: "Aus landwirtschaftlichem Anhänger läuft eine unbekannte Flüssigkeit aus, Gefahrenklasse 8".

Erstmaßnahmen gegen unkontrollierten Austritt

Wassertank am Feldrand

Bei diesem Alarmstichwort werde zusätzlich der Fernmeldedienst zur Führungsunterstützung, der ABC Zug bestehend aus einem Wechsellader mit dem Abrollbehälter "Dekon V" (Dekontamination) sowie ein weiterer Löschzug zur Unterstützung alarmiert.

Der zuerst eintreffende Einsatzleiter erkundete die Lage. Durch den Angriffstrupp wurden Erstmaßnahmen gegen den weiteren unkontrollierten Austritt des Stoffes ergriffen.

Traktoranhänger: Vier 1.000 Liter IBC Container

Nach weiterer Erkundung konnte jedoch schnell Entwarnung geben werden, so die Feuerwehr. Aus einem von vier 1.000 Liter IBC Containern lief eine unbekannte Flüssigkeit aus. Da es sich um einen vermutlich landwirtschaftlich genutzten Wasseranhänger handelte, konnten die anrückenden Fahrzeuge die Einsatzfahrt abbrechen.

Flüssigkeit als ungiftig identifiziert

Erste Untersuchungen mit Lackmuspapier zur Identifikation des Stoffes ergaben laut Feuerwehr, dass es sich um "ph-neutrales" Wasser handelte. Der zwischenzeitlich erreichte Eigentümer der Behälter habe dies ebenfalls bestätigt.

"Die nun als ungiftig identifizierte Flüssigkeit (Wasser) wurde unkontrolliert weiter austreten gelassen", berichten die Einsatzkräfte abschließend.

Ameisensäure und diverse Schaummittel

Grund der Alarmierung war für die Polizei, dass auf den Containern angebrachte Gefahrennummern zu erkennen gewesen seien. Es sollte sich demnach um Ameisensäure sowie um diverse Schaummittel handeln. Messungen hätten jedoch keine auffälligen Werte ergeben.

Ein Notdekontaminationsplatz zum Eigenschutz der eingesetzten Kräfte musste demnach glücklicherweise nicht eingerichtet werden, so die Feuerwehr.

Schilder auf Containern entfernen

Nachdem die Einsatzstelle an die Polizei übergeben wurde, konnte der Einsatz um 10:46 Uhr beendet und die gesperrte Straße für den Verkehr wieder freigegeben werden. Die Einsatzstelle wurde mit dem Hinweis, die Schilder auf den IBC Containern zu entfernen, übergeben.

Mit Material von Freiwillige Feuerwehr Werne

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