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Wirtschaft

FAO: Lebensmittelpreise weltweit im Juli um 2 % runter

aiz
am
09.08.2013

Rom - Die weltweiten Preise für Nahrungsmittel sind im Juli gegenüber dem Vormonat um zwei Prozent gefallen. Ursache sind die sinkenden Preise für Getreide, Soja und Palmöl, so die FAO am Donnerstag.

Damit seien die weltweiten Nahrungsmittelpreise den dritten Monat in Folge zurückgegangen. Der FAO-Lebensmittelpreisindex, der die monatliche Veränderung einer Zusammenstellung von Nahrungsrohstoffen wiedergibt, fiel demnach im Juli im Vergleich zum Juni um knapp vier auf 205,9 Punkte. Der Getreidepreisindex indes verringerte sich aufgrund der niedrigeren Maispreise auf Monatssicht um 3,7 % auf 227,7 Punkte. Das günstige Wetter in mehreren führenden Produktionsländern habe Hoffnungen auf eine deutlich größere Maisernte geschürt, erklärte die UN-Organisation. Die Weizenpreise seien ebenfalls gesunken, doch die hohe Exportnachfrage habe den Rückgang begrenzt.
Der FAO-Index für Öle und Fette habe im Juli im Schnitt einen Wert von 191 Punkten erreicht. Durch den Rückgang um knapp 7 Punkte beziehungsweise 3,3 % sei dieser Index auf den tiefsten Stand seit drei Jahren gefallen, merkte die FAO an. "Der Rückgang spiegelt vor allem die sinkenden Notierungen für Soja und Palmöl wider. Die Sojaölpreise sind aufgrund des großen Exportangebots, insbesondere in Argentinien, zurückgegangen. Hinzu kommen eine schwache Nachfrage, auch aus dem Biodiesel-Sektor, und die Aussichten auf eine gute Sojabohnenernte in den USA", heißt es in dem FAO-Bericht. Für die Schwäche der Palmölpreise sei vor allem eine Kombination aus der üppigen Produktion und einer geringer als erwartet ausfallenden Importnachfrage, besonders in China, verantwortlich.
Der FAO-Zuckerpreisindex ging den weiteren Angaben nach im Juli um 3,6 Punkte beziehungsweise 1,5 % auf 239 Punkte zurück und fiel damit den vierten Monat in Folge. Zur Begründung verwies die UN-Behörde auf den erwarteten großen Produktionsüberschuss in wichtigen Erzeugungsgebieten, vornehmlich in Brasilien, dem weltweit größten Zuckerproduzenten und -exporteur.

Anzeichen für sinkende Fleischpreise

Der Preisindex für Milchprodukte ist demnach im Juli um 1,1 % auf 236,3 Punkte gesunken. Das Abwärtspotenzial sei aber angesichts der stagnierenden Milchproduktion in wichtigen Exportregionen begrenzt. Dazu zählten neben den USA auch Europa und Südamerika. Der Index für die Fleischpreise lag im April im Schnitt bei 173,3 Punkten und blieb laut FAO mehr oder weniger unverändert gegenüber dem revidierten Juni-Niveau. Die Preise für Geflügel- und Schweinefleisch seien gesunken, die für Rind- und Schaffleisch dagegen gestiegen. Insgesamt gesehen aber gebe es Anzeichen, dass sich die internationalen Fleischpreise abschwächen könnten. Dies liege an der geringeren Importnachfrage, vor allem der asiatischen Länder, dem Produktionswachstum und in Einzelfällen auch am Aufbau nationaler Fleischreserven aus heimischer Produktion, meldet Dow Jones Newswire.
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