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Wirtschaft

FAO: Preise für Agrarrohstoffe geben nach

Externer Autor
am
11.01.2013

Rom - Die Preise für die wichtigsten am Weltmarkt gehandelten Nahrungsmittelrohstoffe sind nochmals gesunken. Ursache ist vor allem der Preisrückgang am Weltmarkt für Nahrungsgetreide.

Die Preise für die wichtigsten global gehandelten Nahrungsmittelrohstoffe sind im Dezember 2012 um 1,1 Prozent (%) auf den niedrigsten Stand seit sechs Monaten gefallen. Das meldete die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gestern in ihrem monatlichen Report. Der Preisrückgang war die dritte Korrektur der globalen Exportpreise nach unten seit September 2012.
 
 
 
Auch im Vergleich zum Dezember 2011 waren die Preise im letzten Monat knapp ein Prozent niedriger. Bestandteil des von der FAO ermittelten Index sind die wichtigsten am Weltmarkt gehandelten Nahrungsmittelrohstoffe. Dazu gehören Weizen, Mais, Reis, pflanzliche Öle, Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch, sowie Milchprodukte und Zucker.

Getreidepreise rückläufig

Ursache für den Preisrückgang sind vor allem die im Dezember deutlich um knapp 2,5 % gefallen Weltmarktpreise für Nahrungsgetreide. Hier rutschte der Teilindex auf den niedrigsten Stand seit Juni 2012. Allerdings ist das Niveau der Preise im längerfristigen Vergleich immer noch sehr hoch und liegt beispielsweise knapp 15 % über dem Wert von Dezember 2011. Vor allem die Exportpreise für Weizen und Mais sind im Dezember kräftig zurückgegangen, während die Preise für Reis nur moderat nachgaben.

Milchpreise steigen leicht

Gegen den Trend leicht gestiegen sind die Preise für Milchprodukte. Hier legten die Exportpreise im Mittel gegenüber dem Vormonat leicht um knapp ein Prozent zu und erreichten den höchsten Stand seit zehn Monaten. Gleichzeitig war das Preisniveau der wichtigsten am Weltmarkt gehandelten Milchprodukte rund 14 % höher als zum letzten Tiefpunkt der Preise im Juli 2012. Derzeit sieht die FAO den internationalen Milchmarkt im Hinblick auf Angebot und Nachfrage gut ausgeglichen.

Fleischpreise behaupten sich

Auf hohem Niveau fast unverändert blieben die Fleischpreise. Hier gab der Index leicht um 0,8 % nach, behauptete aber insgesamt das im zweiten Halbjahr 2012 erreichte sehr hohe Niveau. Dabei blieben die Preise für Rind-, Geflügel und Schaffleisch zum November unverändert, während die Exportpreise für Schweine um etwa zwei Prozent nachgaben. Dabei sind die Tierhalter nach Einschätzung der FAO weiter mit sehr hohen Futterkosten konfrontiert, die sich weniger über weiter steigende Preise als vielmehr über die Erhöhung der Produktivität abgefangen lassen.

Zuckerpreise kaum verändert

Weiter gefallen sind die Preise für pflanzliche Öle. Hauptursache war hier der anhaltend Bestandsaufbau bei Palmöl in Südostasien und der davon auf die Märkte ausgehende Preisdruck. Dagegen blieben die Preise für Zucker nach dem scharfen Rückgang der letzten Monate im Dezember fast stabil.
 
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