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Wirtschaft

FAO: Preise für Agrarrohstoffe unverändert

Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
08.03.2013

Rom - Der von der FAO ermittelte Preisindex für Nahrungsmittelrohstoffe bliebt im Februar unverändert. Allerdings sind die Weltmarktpreise für Getreide gefallen und die Preise für Milchprodukte weiter gestiegen.

Die Preise für die wichtigsten global gehandelten Nahrungsmittelrohstoffe haben sich im Februar fast nicht verändert. Das meldete die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in ihrem monatlichen Report. Allerdings gab es in den einzelnen Produktkategorien durchaus Veränderungen, die sich am Ende jedoch ausgeglichen haben.
 
 
 
 
Bestandteil des von der FAO ermittelten Preisindex sind die wichtigsten am Weltmarkt gehandelten Nahrungsmittelrohstoffe. Dazu gehören Weizen, Mais, Reis, pflanzliche Öle, Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch sowie Milchprodukte und Zucker.

Getreide etwas billiger

Um rund ein Prozent gefallen sind nach den Erhebungen der FAO im Februar die Weltmarktpreise für Nahrungsgetreide. Seit September 2012 sind die Preise für Weizen, Reis und Mais durchschnittlich um sieben Prozent zurückgegangen. Dennoch ist das Niveau der Preise im längerfristigen Vergleich immer noch hoch und liegt beispielsweise knapp acht Prozent über dem Wert von Februar 2011. Vor allem die Exportpreise für Weizen sind im Februar kräftig zurückgegangen, während die Preise für Reis und auch für Mais relativ stabil waren.

Milchpreise steigen weiter

Den 7ten Monat in Folge gestiegen sind die Preise für Milchprodukte. Hier legten die Exportpreise Februar gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent (%) zu und erreichten den höchsten Stand seit 13 Monaten. Gleichzeitig war das Preisniveau der wichtigsten am Weltmarkt gehandelten Milchprodukte fast 18 % höher als zum letzten Tiefpunkt der Preise im Juli 2012.
 
 
 
Grund für den Preisanstieg ist das witterungsbedingt (Trockenheit Neuseeland) deutlich abnehmende Angebot an Milchprodukten aus Ozeanien und die gleichzeitig sehr robuste Nachfrage der großen Importländer.

Zuckerpreise fallen weiter

Leicht gestiegen sind die Preise für pflanzliche Öle. Hauptursache war hier die im Februar deutlich festen Preise für Palmöl in Südostasien aufgrund deutlich schrumpfender Bestände. Die Preise für Sojaöl gingen im Februar hingegen zurück. Ebenfalls um rund 3,5 % zurückgegangen sind im Februar die Weltmarktpreise für Zucker. Dies ist der vierte Preisrückgang in Folge.
 
 
 
Ursache ist das große exportfähige Angebot aus Brasilien und Thailand. Gleichzeitig ist die Ernte und damit auch die Versorgung in wichtigen Importländern gut. Dies drückt ebenfalls auf die Preise.
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