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Politik international

Farm Bill: USDA schafft Direktzahlungen ab

von , am
29.09.2014

Washington - Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) beendet mit dem neuen Farm Bill die bisherige Praxis der Direktzahlungen und zwingt die Farmer stattdessen zu mehr eigenverantwortlichem Handeln.

US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack © Lance Cheung/USDgov/flickr.com
US-Agrarminister Tom Vilsack kündigte bei der Vorstellung des neuen Programms Instrumente innerhalb der "Farm Bill" an, mit deren Hilfe die Farmer ermitteln können, welches Hilfsprogramm sich für ihr Unternehmen am besten eignet.
 
Das Ende der Direktzahlungen ist nach Ansicht des USDA eine der umfassendsten politischen Reformen der letzten Jahrzehnte auf dem Gebiet der Landwirtschaft. Statt die Farmer wie bisher finanziell zu unterstützen, egal ob es ein gutes oder schlechtes Jahr ist, sollen die neuen Programme die Marktkräfte sowie die Versicherungen der Counties und der Farmer miteinbeziehen. Das bedeutet, dass Farmer jetzt nur noch Unterstützung bekommen, wenn die Marktkräfte für signifikant sinkende Preise oder Einkommen sorgen.

US-Farmer müssen sich für ein Programm im Farm Bill

Die vom USDA geschaffenen Online-Tools geben den Landwirten nach der Eingabe ihrer Daten einen Ausblick darauf, wie das jeweilige Programm ihnen unter bestimmten Szenarien helfen würde. Bis zum Frühjahr 2015 müssen sich US-Farmer für eines der beiden Hilfsprogramme, Agricultural Risk Coverage (ARC) und Price Loss Coverage (PLC), entscheiden. "Dazu wollen wir den Farmern so viel Information wie möglich geben, damit sie eine gut überlegte Entscheidung treffen können", sagte Vilsack bei der Vorstellung.
 
Die Online-Tools wurden gemeinsam vom Agricultural Policy Research Institute der Universität von Missouri, dem Agricultural Food and Policy Center der Universität Texas A &M sowie der Universität von Illinois mit finanzieller Unterstützung des USDA entwickelt, berichtet Dow Jones News.
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