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Wirtschaft

Fendt erwartet Rekordjahr

pd
am
09.10.2013

Der neue Traktorenwerksverbund hat bis zum Sommer Lieferrückstände abgebaut. Fendt plant daher im laufenden Geschäftsjahr mit einem Rekord-Absatz von rund 18.000 Traktoren.

"Nach den aktuellen Ergebnissen von Umfragen in der Landtechnikindustrie befinden wir uns in einem gesunden Umfeld mit guten bis sehr guten Perspektiven", fasste Peter-Josef Paffen, Vorsitzender der AGCO/Fendt Geschäftsführung, gestern auf der internationalen Pressekonferenz zusammen. Der im Herbst 2012 in Betrieb genommene neue Traktorenwerksverbund an den AGCO/Fendt Standorten in Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim laufe inzwischen auf Hochform.
 
Da das neue Werk im ersten Quartal 2013 von Tag zu Tag und Woche zu Woche die Produktion steigerte und im zweiten Quartal seine Hochform erreichte, konnte nach Angaben Fendts der Lieferrückstand bis zum Betriebsurlaub im August abgebaut werden. "Wir befinden uns heute in einem normalen Ablauf einer auftragsbezogenen Produktion mit einer Lieferzeit zwischen zwei und drei Monaten. Die Planzahl für das Jahr 2013 liegt bei einem Absatz von rund 18.000 Fendt Traktoren. Das wird ein neuer Rekord", so Paffen weiter.

Katana 65 erreicht 10 Prozent Marktanteil

Im Bereich Erntetechnik habe AGCO/Fendt in den letzten Jahren intensiv in Produkte investiert. Fendt biete, so der Konzern, inzwischen bei Mähdreschern ein umfangreiches Programm im Leistungsbereich von 180 bis 500 PS in Schüttler- und Hybridausführung. Der Feldhäcksler Fendt Katana 65 hätten einen erfolgreichen Marktstart hingelegt. "Im Marktsegment 650 PS konnten wir in Deutschland bei einem stark rückläufigen Markt auf Anhieb einen Marktanteil von über zehn Prozent erreichen. Wir bieten den Katana inzwischen auch in Frankreich, Italien und England an. Weitere Länder werden folgen", sagte Paffen. Zur Agritechnica stellt Fendt zwei weitere Modelle des Feldhäckslers Fendt Katana vor, je eine Leistungsklasse höher und niedriger. Bei den Ballenpressen bietet Fendt ein umfangreiches Programm an Großpackenpressen und Rundballenpressen an.
 

Marktanteil bei Traktoren gesteigert

Der Traktorenmarkt in Deutschland sei laut Konzern aktuell leicht rückläufig, bliebe aber auf einem stabilen und hohen Niveau. Das Kraftfahrt-Bundesamt zählte in den ersten acht Monaten 20.657 Zulassungen. Das waren 2,8 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr. Fendt führt die Traktorenbundesliga ab 51 PS erneut an und konnte den Marktanteil von Januar bis August 2013 um 0,6 Prozent von 24,0 auf 24,6 Prozent steigern. Im Großtraktorensegment über 200 PS ist der Zuwachs für Fendt noch besser. Der Marktanteil kletterte von 35,2 auf 38,4 Prozent. Hier zeigt sich die Stärke von Fendt im Großtraktorensegment.
 
 

Export innerhalb EU stabil

60,5 Prozent der Fendt-Traktoren wurden im Jahr 2012 in Exportmärkten abgesetzt. Frankreich zählt zusammen mit Deutschland zu den stärksten Zugpferden auf dem europäischen Traktorenmarkt. Der Markt wächst seit drei Jahren in Folge. Erstmals kann Fendt bis zum Jahresende einen zweistelligen Marktanteil in Frankreich erreichen. In Italien sei die allgemeine Stimmung schon längere Zeit eher gedämpft, auch in der Landwirtschaft. Der Traktorenmarkt rutschte 2012 erstmals unter 20.000 Einheiten.
In der Schweiz hat Fendt 2012 ein sehr gutes Ergebnis erzielt und erwartet für das laufende Jahr einen stabilen Markt mit weiter steigenden Stückzahlen und Marktanteilen.

Export außerhalb EU steigt

Die zentraleuropäischen Märkte seien nach wie vor stärkeren Schwankungen ausgesetzt. Erntemengen, Preise und befristete länderspezifische Investitionsförderungen beeinflussen Märkte positiv und negativ. "Erfreulich ist auch die Entwicklung in Rumänien. Hier können wir Stückzahlen und Marktanteile deutlich steigern. Ein Highlight war in diesem Frühjahr die Auslieferung von 35 Großtraktoren 936 Vario in einem Block an den Großbetrieb Braila“, berichtete Paffen. In der Region Osteuropa war die Ukraine für Fendt der stabilste Markt in den letzten Jahren. Mit vier zusätzlichen Fendt-Importeuren wird eine weiterhin positive Entwicklung erwartet.Auf dem russischen Markt setzt AGCO mit dem Joint Venture neue Akzente. In USA und Kanada wird das Vertriebsnetz weiter ausgebaut und Schritt für Schritt eine Verbesserung der Marktpositionierung erwartet; auch aufgrund des Angebots einer speziellen US-Ausstattung bei den neuen Modellen 700/800 Vario und 900 Vario.

Fendt: Die neuen 800er und 900er Varios

 
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