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Dorf und Familie

Fendt Xylon, Quotenende und das Jenke-Experiment

mist
am
06.03.2015

Die Topthemen der Woche in unserer Community: Wo bekommt man noch Xylons? Welche Auswirkungen hat die Andienungspflicht nach Quotenende? Und wie war das Jenke-Experiment?

Fendt Xylon 524
 
Kause schreibt: "Anscheinend ist es wirklich schwer, einen Xylon ab Fahrgestellnummer 2001 zu finden. Gibt's hier jemanden, der Erfahrungen damit hat oder vielleicht sogar weiß, wo einer zu finden ist?"
 
Landmaschinenfan meint: "Einmal im Jahr findet in Meppen eine Auktion statt, bei der hunderte von Landmaschinen im Fließbandverfahren versteigert werden. Ich befürchte, daß schon viele Fendt Xylon dem Fendt Metzger aus Dänemark zun Opfer gefallen sind."
 
Auf die Frage von spacefarmer: "Gibt es einen besonderen Unterschied der Xylons vor- und nach 2001? Oder denkst Du dabei mehr an die Stundenleistung, die er schon auf der Uhr haben könnte?" antwortet Kause: "Ja, da gab es schon ziemliche Unterschiede (Räder, Lagerung der Hydraulikpumpe und Allradwelle, lichtmaschine, Kabelbaum) stunden sind eher nebensächlich, wenn schon neuragische Baugruppen instand gesetzt wurden" 

Quotenende: 'Andienungspflicht verhindert Wettbewerb'

Luzionline kommentiert einen Artikel auf agrarheute.com: "Neue Varianten der Vermarktung ja, aber bitte nicht nach dem Staat rufen sondern selber auch Erzeugerzusammenschlüssen aktiv werden. Zum Thema Genossenschaften - Rücklagen bilden für Investitionen und Schulden bedienen ist für zukunftsfähige Unternehmen über lebenswichtig.  Übrigens sind in Genossenschaften die Landwirte über ihre gewählten Vertreter selbst in der Geschäftsführung vertreten - selber schuld wenn man Leute wählt welche von Betriebswirtschaft in großen Unternehmen keine Ahnung haben."
 
Und schlepperbande schreibt: "Die Andienungspflicht hat eine Entsprechung auf der Molkereiseite: die Abnahmegarantie. Wenn der Milchpreis schwächelt, ist sie ganz praktisch für die Bauern. Und der Preis schwächelt so oft, wie er steigt. Beim Höhenflug ist die Andienung ärgerlich für die Bauern. Kein Vorteil ohne Nachteil. Zur Risikominimierung ist Miteigentümer einer Molkerei zu sein ganz empfehlenswert. Gehen Bauern zur Erzeugergruppe tauschen sie die diffuse Abhängigkeit von der Molkerei gegen die intensive gegenseitige Abhängigkeit in der Gruppe. Wem das gefällt, der soll sich in die Gruppe begeben."
 
Und altilla meint: "So weit mir bekannt ist, ist die Andienungspflicht bereits EU - rechtlich unter Beschuss geraten. Der Erzeuger kann sich meines Wissens bereits heute davon befreien. Und ganz wichtig: MEGs bzw. deren Mitglieder liefern meist an Privatmolkereien und sind nicht mit Genossenschaftsmitgliedern zu vergleichen. Bei Genossenschaften mit eigenen Produktionsanlagen macht sicher sowohl die  Andienungspflicht als auch die Abnahmegarantie Sinn, reine Liefergemeinschaften brauchen das eigentlich gar nicht."

Das Jenke-Experiment - 'Unter Schweinen'?

gruuna fragt in die Runde: "Guckt ihr heute 'Das Jenke-Experiment'? Wieder probiert ein TV-Reporter Landwirtschaft aus. In der Folge 'Unter Schweinen' will Jenke von Wilmsdorff einen Vergleich zwischen 'Massen-Mastbetrieben' und Biolandwirtschaft ziehen. Sind wir mal gespannt, was so rüber kommt."
 
altilla meint: "Fand jetzt die Sendung nicht so schlimm und negativ. Aber was mich grundsätzlich gestört hat, dass man mit Stall-Einsteigern gesprochen hat und ihre Filme verwendet hat. Das ist grundsätzlich zu verurteilen." 
 
Und Bauer1 schreibt: "Wenn die sich mehr Mühe gegeben hätten , dann hätten die sicherlich auch einen Betrieb gefunden um da mal reinzuschauen. Vor allem etwas kleinere Betriebe mit bis zu 5.000 Masttieren hätten se bestimmt einen gefunden. Aber auch nur wenn kein Aktivist dabei gewesen wär. Ohne so einem wär es wohl auch etwas objektiver gewesen, aber man muß ja auch die Extreme zeigen, sowas wie den sechsstöckigen Mastbunker"
 
BauerGeorg ist der Meinung: "Völliges Unverständnis dafür dass unsere Berufskollegen Herrn Jenke den Zugang zu den Ställen verwehret haben. Da brauchen wir uns nicht zu wundern wenn das Misstrauen ständig wächst. So wird sich nie was ändern. Wir müssen uns darstellen und präsentieren. Wir machen unsere Arbeit gut und sollten das auch zeigen. So bekommen die Verbraucher immer nur die Bilder der illegalen Tierfilmer zu sehen."

Kleinstbiogasanlage für Hausgebrauch selber bauen

DonAgraro hat folgende Idee: "ich gebe zu, meine Vorstellung scheint etwas "exotisch", aber gibt es hier jemand der sich eine Biogasanlage gebaut hat, um energetisch autark zu sein? Folgendes : Jedes Mal wenn ich im Winter aus dem Fenster und den rauchenden Pferdemist auf dem Misthaufen sehe kommt der Gedanke auf, diesen für die Energieerzeugung zu nutzen.  Mein Plan: Den Mist von ca. 10 Pferden kleinhäckseln, mit Rindergülle vermischen und in einer selbstgebauten Kleinstbiogasanlage für den Eigenverbrauch zu nutzen. Hatte jemand schon einmal einen ähnlichen Gedanken? Kleine Gasmotoren gibt es ja zu kaufen:" 
 
Kartoffelbluete schreibt: "In Indien gibts so was häufig, sogar noch kleiner. Wäre vielleicht ein Importschlager" darauf meint Darky: "Der Gedanke ist gut, aber ohne unsinnigen Aufwand hier nicht zu machen....es is einfach zu kalt... in Afrika oder hier auch im Sommer würde ja im Grunde ein Fass mit manueller Rührwelle und  Befüll-/ Entleerstutzen genügen....aber das geht hier nur 3-4 Monate im Jahr gut... Was eine Idee wäre, ist ein Biomeiler...sprich Betonplatte mit Dämmung nach unten und drei gedämmten Wänden...Mist rein....Wärme durch eingelassene Wasserrohre abgreifen und für die Versorgung einer Wärmepumpe oder so nutzen....ähnlich wie bei der Erdwärme.... Das geht auch im Winter, wenn der Haufen groß genug ist und er gegen einlaufendes Wasser mit ner Folie geschützt ist...."
 
Und lilli gibt den Tipp: "Im vorletzten bayerischen landw. Wochenblatt (also morgen vor drei Wochen) war ein Artikel über ein genau so ein Pilotprojekt ........ vielleicht kannst das ja organisieren, ich habs nicht mehr. Liegt schon im Altpapier."

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