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Groß Lüsewitz

Feuer im Julius Kühn-Institut: 2 Millionen Euro Schaden

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Eva Eckinger, agrarheute
am
11.07.2016

Bei einem Feuer am Standort Groß Lüsewitz des Julius Kühn-Instituts sind neben den Gebäuden auch Maschinen wie eine Pflanzenschutzspritze, Düngerstreuer und Traktoren Opfer der Flammen geworden.

Wie das Julius Kühn-Institut (JKI) auf seiner Homepage meldet, ereignete sich am Standort Groß Lüsewitz in Mecklenburg-Vorpommern am vergangenen Donnerstag ein verheerender Brand.

Das Feuer zerstörte unter anderem die vor sechs Jahren neu erbaute Wirtschaftshalle (intern Kartoffelhalle genannt) komplett. Auch zahlreiche Maschinen, zum Teil Spezialanfertigungen, fielen den Flammen zum Opfer.

Arbeitshalle und Kartoffelkühllager zerstört

Die Halle mit 858 qm (Höhe 7 Meter) umfasste ein Kartoffelkühllager, eine Arbeitshalle mit Sortieranlage, einen Werkstattbereich für die Versuchsfeldtechnik sowie ein Schleppdach mit Waschplatte.

Dank der Brandschutzmauer blieb die Werkstatt verschont, so das JKI. Allerdings sind neben dem Gebäude selbst weitere schwere Schäden zu beklagen.

Parzellenmähdrescher für 250.000 Euro verbrannt

Der größte finanzielle Verlust seien laut JKI die zerstörten Maschinen und Geräte. Unter anderem wurden sechs Traktoren und zahlreiche Spezialgeräte für die Züchtungsforschung wie ein Parzellenmähdrescher, -drillmaschine,- sägerät und die Kartoffelsortiermaschine ein Opfer der Flammen.

Der Markt für derartige Spezialmaschinen ist klein, sie sind also nicht sofort verfügbar, so das Institut. Wartezeiten bis zu einem Dreivierteljahr seien einzurechnen. So koste zum Beispiel ein Parzellenmähdrescher je nach Ausstattung bei Neuanschaffung bis zu 250.000 Euro.

Zwei Millionen für Gebäude und Maschinen

Die Kosten für den Neubau der 2010 in Betrieb genommenen Halle beliefen sich laut JKI auf circa eine Millionen Euro. Der genaue Schaden lasse sich momentan noch nicht beziffern.

Allerdings gehe das Julius Kühn-Institut davon aus, dass sich der Verlust allein für die Großgeräte wie Düngerstreuer, Pflanzenschutzspritze, Drillmaschinen, Sämaschinen, Schlepper und Traktoren ebenfalls auf mindestens eine Millionen Euro summiert.

Brandursache klären: Kriminalpolizei und Brandermittler

Bis zu 85 Feuerwehrmänner aus dem Landkreis Rostock waren im Einsatz. Personen kamen nicht zu Schaden. Da in der Halle neben dem Equipment auch Kleinstmengen an Pflanzenschutzmitteln lagerten, wurde auch der Gefahrgutzug aktiviert.

Kriminalpolizei und Brandermittler sind dabei, die Ursachen aufzuklären.

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