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Stinkender Löscheinsatz

Feuerwehr musste Großbrand mit Gülle löschen

Feuer auf Bauernhof
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Eva Eckinger, agrarheute
am
16.11.2017

In Österreich stand ein Bauernhof in Flammen. Als kein Löschwasser mehr vorhanden war, griff die Feuerwehr kurzerhand zur Güllegrübe.

Höchste Alarmstufe in der Ortschaft Zeitlham im oberösterreichischen Pucking. Am Dienstag gegen 14:50 Uhr brach im Nebengebäude eines landwirtschaftlichen Betriebs ein Großbrand aus. Die Lagerhalle stand bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte in Vollbrand.

Das Feuer war kilometerweit zu sehen – und die Löscharbeiten auch zu riechen, wie heute.at berichtet. Denn mitten während des Einsatzes ging plötzlich das Löschwasser aus.

Feuerwehr löscht mit Gülle

Um aber dennoch weiterhin den Brand bekämpfen zu können, nutzte die Feuerwehr die Güllegrube des Hofes und löschte damit die Flammen. Doch trotz der umfangreichen Löscharbeiten mit insgesamt 18 Feuerwehren konnte ein Übergreifen auf den Wirtschaftstrakt des Bauernhofes nicht verhindert werden.

Brand auf Bauernhof: Pferde, Schafe und Rinder in Gefahr

Feuer auf Bauernhof

Vom Hofbesitzer und seiner Familie wurden noch einige Pferde und Schafe ausgebracht, meldet die Landespolizeidirektion Oberösterreich. Die Feuerwehr versorgte die im Stall verbliebenen Rinder mittels Hochdruck-Lüftern mit Frischluft. Schließlich konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht und ein Dieseltank mit 5.000 Litern Inhalt abgesichert werden.

Brandursache: Schweißarbeiten an Arbeitsmaschine

Die Brandstelle wurde bereits durch einen Brandsachverständigen im Beisein der Ermittlungsbeamten untersucht. Der Brand ist laut Polizei aufgrund von Schweißarbeiten an einem Hanggeräteträger - einer selbstfahrender landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine - entstanden, welcher sich in der Folge auf den gesamten Wirtschaftstrakt ausbreitete.

Der Schaden beträgt mehrere hunderttausend Euro.

Mit Material von Heute.at, Polizei
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